TA-Kurs wieder über 6 Euro

Keinerlei Einzelheiten sind nach der gestrigen Sitzung des Aufsichtsrates der Telekom Austria bekannt geworden. Brisanter Tagesordnungspunkt war der geplante Personalabbau von derzeit 14.500 auf 11.500 Mitarbeiter.
Vor der Sitzung hatte der Betriebsrat dazu ein schriftliches Konzept gefordert, andernfalls sind Kampfmaßnahmen bis zu einem Streik möglich.
Erholung des TA-Aktienkurses
An der Börse erholte sich der TA-Aktienkurs gestern um 5 % auf 6 Euro. Seit dem Börsengang am 21. November in Wien und New York hatten die TA-Aktien ihren Ausgabepreis von 9 Euro (123,8 S) nicht mehr erreicht, die Kursentwicklung war bei hohen Umsätzen meist sehr volatil. Am Freitag vollzogen die TA-Aktien die stärkste Kursbewegung im ATX und stiegen um 4,90 Prozent auf glatt 6,00 Euro (82,6 S), deutlich über dem bisherigen Tiefst-Schluss von 5,60 Euro.
Viele Investoren hätten wegen der künftigen höheren Indexgewichtung der TA-Papiere ihre TA-Bestände aufgestockt, sagten Händler am Freitag. Nach dem Wegfall der Bank Austria - sie war Freitags im ATX letztmals enthalten - werden TA und Austria Tabak mit je 10 Prozent nach Erster Bank (19 Prozent) am stärksten im ATX gewichtet sein.
Die Aktionäre und Umsätze
Hauptaktionär der TA ist mit 44,4 Prozent die staatliche Industrieholding ÖIAG, 29,8 Prozent hält - via STET
International Netherlands N.V. - die Telecom Italia (TI). Zu 25,8 Prozent steht die TA im Streubesitz: 95.000 Privatanleger hatten bei dem Going Public zugegriffen, 30.000 Haushalte kamen als Aktienbesitzer neu dazu.
1999 hatte die TA-Gruppe 3,8 Mrd. Euro (52,3 Mrd. S) umgesetzt, im 1. Halbjahr stieg der Umsatz im Periodenvergleich um 4 Prozent auf 1,9 Mill. Euro. Künftig solle der Umsatz jährlich um 4 bis 5 Prozent wachsen, so TA-Chef Heinz Sundt Ende November. Für die AG wurden für 2000 bisher keine Zahlen vorgelegt, auch nicht fürs Halbjahr.

