Verdacht auf Preisabsprache
Die EU-Kommission ermittelt gegen führende Musik-Konzerne wegen des Verdachts von Preisabsprachen in der Europäischen Union. Betroffen seien die weltweit größten Unternehmen der Branche, teilte die EU-Wettbewerbsbehörde mit.
Nach Branchenangaben gehören dazu Sony, EMI, Warner Music, die Bertelsmann-Tochter BMG und Universal.
Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" vermutet die Kommission, dass die Unternehmen die Preise für Musik-Compact-Disc (CD) in der EU künstlich hoch halten.
Die EU-Kommission hat nach Angaben der Sprecherin von Wettbewerbskommissar Mario Monti noch keine Beweise für wettbewerbswidrige Preisabsprachen. Die Untersuchungen gegen EMI, Bertelsmann BTGGa.F, Warner Music, Sony und Universal befänden sich noch "in einem sehr frühen Stadium", sagte die Sprecherin am Freitag in Brüssel. Man sei erst dabei, Fakten und Zahlen zu sammeln.
An alle fünf Unternehmen hat die Brüsseler Wettbewerbsbehörde Briefe verschickt, auf die sie eine Antwort innerhalb der kommenden zwei Monate erwartet. Erst danach könne man erste Schlussfolgerungen über das Verhalten der Konzerne ziehen, sagte die Sprecherin. Die EU-Kommission untersucht vor allem die Praktiken der Fünf beim Vertrieb der CDs über den Einzelhandel und im Internet.

