Leuchtrakete mit Leuchtturm verwechselt

Die Bilder der Öl-Katastrophe
Der Kapitän des vor den Galapagos-Inseln havarierten Tankers "Jessica" hat angegeben, er hat ohne Radar zur Wahrnehmung von Untiefen navigiert.
In einem Interview sagte der 58-jährige Tarquine Arevalo: "Ja, es ist wahr, ich habe mein Radarsystem nicht benutzt." Arevalo gab bereits in seinem Verhör am Mittwoch zu, "Opfer zu großen Selbstvertrauens" geworden zu sein.
Zudem hat er beim Einlaufen in die Bucht der Insel San Cristobal eine Leuchtboje mit einem Leuchtturm verwechselt und deshalb das Schiff auf Grund gesetzt. Arevalo und die Besatzung der "Jessica" waren nach der Havarie festgenommen worden, Ermittlungen wegen Fahrlässigkeit und Verstoßes gegen das Seerecht wurden eingeleitet.
Rücktritt von Umweltminister Rendon gefordert
Unterdessen forderten ecuadorianische Umweltschutzgruppen den Rücktritt von Umweltminister Rodolfo Rendon "wegen Unfähigkeit" im Umgang mit dem Unglück. Rendon habe das Auslaufen des Öls nicht wirksam und schnell genug bekämpft, sagte eine Sprecherin in Quito. Die mit 900.000 Litern Öl beladene "Jessica" war am Dienstag vor einer Woche auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Ein 1200 Quadratkilometer großer Ölteppich bedrohte seither die Galapagos-Inseln, die für ihre einzigartige Tier- und Pflanzenwelt weltberühmt sind.
