Zwölf Türken bei Busunglück in Rom
getötet! Fahrzeug stürzt Abhang hinunter

18 Verletzte, vier davon schwer, darunter Busfahrer Defekt Ursache? Autohändler wollten zu Tagung

Zwölf Türken bei Busunglück in Rom
getötet! Fahrzeug stürzt Abhang hinunter

Bei einem Busunfall in Rom sind in der Nacht auf Dienstag zwölf türkische Touristen ums Leben gekommen. 18 weitere Menschen wurden mit Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert. Zu ihnen zählt auch der italienische Fahrer, teilte die Polizei mit. Der Bus war kurz nach Mitternacht von einer steilen Straße abgekommen und in den Garten eines Häuserblocks gestürzt. Er war einer von insgesamt acht Fahrzeugen, in denen rund 350 Mitarbeiter von türkischen Ford-Autohändlern unterwegs waren.

Die Besucher waren auf dem Rückweg von einem Fest zu ihren Hotels, als der Unfall passierte. Die Toten sind nach Polizeiangaben sechs Frauen und sechs Männer. Die meisten Opfer stammten aus Istanbul. Das Unglück ereignete sich an der Hängen des Monte Mario unweit des Vatikans. Der Bus habe in einer Haarnadelkurve auf abschüssiger Straße eine gemauerte Fahrbahnbegrenzung durchbrochen und war in die Tiefe gestürzt. Er sei in einem Hof zwischen zwei Privathäusern zu liegen gekommen.

Die römische Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung über die Ursache des Unglücks ein. Ermittlungen wurden gegen den Busfahrer und den italienischen Busbesitzer eingeleitet. Der Vorwurf lautet auf fahrlässige Tötung. Ein technischer Defekt, oder ein Schwindelanfall des Busfahrers galten als wahrscheinlichste Auslöser. Der verletzte Chauffeur soll bald vernommen werden.

In der römischen Poliklinik Gemelli schweben noch zwei Verletzte in Lebensgefahr. Es handelt sich um zwei Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Eine weitere Frau wurde an einer Hand verletzt, teilten die Ärzte mit. Der Bürgermeister von Rom, Walter Veltroni, kam noch in der Nacht an den Unfallort. Er sprach dem türkischen Botschafter in Italien sein Beileid aus. Die Leichen der Opfer sollen noch am Dienstag heimgeführt werden, berichtete das italienische Staatsfernsehen RAI.

(apa)