Zweites Leben für Draken: Ausgediente Flugobjekte gehen an Schulen und Museen

Acht Flieger an Saab zur Verschrottung geschickt

Die ausgedienten Saab Draken gehen an Museen und Schulen. Zwölf Stück bekommt das Heeresgeschichtliche Museum, das die Verteilung der alten Abfangjäger an andere Museen organisieren soll. Drei der ausrangierten Schwedenbomber werden an Schulen verschenkt. Die restlichen acht Maschinen werden vom Hersteller Saab in Schweden zur Verschrottung zurückgenommen, berichteten am Freitag österreichische Medien.

Das Heeresgeschichtliche Museum wird nur einen seiner zwölf Flieger behalten, die anderen gehen an die Militärflughäfen in Zeltweg und Hörsching sowie als Tauschobjekte nach Toulouse (Frankreich), Kosice (Slowakei) und Sinsheim (Deutschland). Drei Geräte erhalten die HTL in Eisenstadt, die Flugtechnik-Fachschule in Langenlebarn und das Joanneum in Graz. Auch die Ersatzteile werden verschenkt, ein Steuerknüppel, ein Triebwerk und ein Armaturenbrett sind etwa für das Technische Museum in Wien reserviert.

Private Interessenten - darunter auch der Grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz - kommen nicht zum Zug. Ursprünglich war auch die US-Firma Tempest im Gespräch, die die Flieger in flugfähigem Zustand kaufen wollte. Diese Option hätte allerdings Probleme mit dem Herstellerland Schweden gebracht, da Österreich beim Erwerb ein "Enduser-Zertifikat" unterzeichnet hatte. Verteidigungsminister Günter Platter (V) im "Ö1-Morgenjournal" dazu: "Der Draken hat ausgedient. Da gibt es nur zwei Varianten: Museum oder Entsorgung."
(apa)