Zwei Regionalzüge in Bayern zusammen- gestoßen: Midestens 17 Menschen verletzt

Ursache des Unglückes nahe Kampten bisher unklar

Bei einem Frontalzusammenstoß von zwei Regionalzügen sind im Allgäu in Bayern am Freitagabend 17 Menschen leicht verletzt worden. Die mit insgesamt 34 Personen besetzten Züge seien auf der eingleisigen Bahnstrecke Pfronten-Kempten mit geringer Geschwindigkeit aufeinander geprallt, berichtete ein Polizeisprecher in Kempten. Zunächst hatten die Behörden von 12, später von 16 Verletzten gesprochen. Der Unfallort liege in der Nähe der Ortschaft Oy-Mittelberg-Oberzollhaus.

Die Verletzten seien in umliegende Kliniken, die übrigen Fahrgäste mit Bussen an ihr Ziel gebracht worden. Die Ursache des Unfalls sei noch unklar. "Ob ein Signal falsch gestellt war oder einer der Lokführer wegen des vielen Schnees ein Signal übersehen hat, muss erst eine genaue Untersuchung ergeben", sagte ein Polizeibeamter in Kempten. Zum Unglückszeitpunkt hatte auf der Strecke starker Schneefall geherrscht.

Ein Sprecher der Bundespolizei warnte unterdessen vor Spekulationen. Bevor erste Aussagen möglich seien, müsse erst der Fahrtenschreiber ausgewertet werden. Zudem erschwerten die Schneemassen am Unglücksort die Untersuchungen. So sei entgegen ersten Annahmen noch gar nicht sicher, ob bei dem Unglück einer der Züge überhaupt entgleist sei.

Technische Kräfte seien zur Klärung dieser Frage noch mit der Räumung des Schnees an der Unfallstelle beschäftigt. Die Bahnstrecke bleibe für unbestimmte Zeit gesperrt, hieß es.
(apa)