Zur Feinstaub-Reduzierung: Ab sofort gilt Tempo 30 in der Klagenfurter Innenstadt

An Einfahrtstraßen wurden 13 Schilder aufgestellt Angekündigtes Fahrverbot lässt noch auf sich warten

Ab sofort gilt in der Klagenfurter Innenstadt Tempo 30. Der Maßnahme zur Reduzierung der hohen Feinstaubwerte in der Landeshauptstadt waren heftige Diskussionen und Zerwürfnisse im Rathaus vorangegangen. So verlangte etwa vergangene Woche SPÖ-Umweltstadträtin Maria-Luise Mathiaschitz-Tschabuschnig die Absetzung des Klagenfurter Vizebürgermeisters Walter Zwick (V). Gestritten wurde um ein Fahrverbot.

Die Geschwindigkeitsreduzierung ist Teil jener Feinstaubverordnung, die am 1. Februar in Kraft getreten ist. Wie Vizebürgermeister Ewald Wiedenbauer (S) betonte, werde ab dieser Woche die Polizei verstärkt die Einhaltung der Geschwindigkeit kontrollieren. Insgesamt wurden an den Einfahrtsstraßen des Ringes um die City 13 Zonenbeschilderungen aufgestellt.

Weitere Maßnahmen, wie temporäre Durchfahrtssperren in der Klagenfurter Innenstadt sollten noch folgen, kündigte Wiedenbauer in einer Aussendung mit. Aus diesem Anlass waren Mathiaschitz-Tschabuschnig und Zwick vergangenen Mittwoch aneinander geraten. Zwick sowie ÖVP-Gemeinderat und Tiefbauausschussobmann Klaus Bidovec hatten den beantragten Umbau der Burggasse abgelehnt. "Dies ist deshalb geschehen, weil die Umbauarbeiten viel zu lange dauern würden und die Sperre erst dann in Kraft treten könnte, wenn die Feinstaubbelastung vorbei ist", so ihr Argument.

Klagenfurt gilt in Österreich als "Feinstaubmetropole", 2006 wurden die Grenzwerte nach erst 40 Tagen bereits häufiger überschritten als es für das ganze Jahr erlaubt ist. Laut einer Untersuchung des "Verkehrsclub Österreich" (VCÖ) war dies nur noch in Graz der Fall. Weitere Rekordwerte werden in den kommenden Tagen in Innsbruck, Wörgl und Wien erwartet. (apa/red)