Zug in Ost-Pakistan in Schlucht gestürzt: Mindestens vier Tote und über 30 Verletzte

Im Osten Pakistans ist ein Schnellzug entgleist und in eine Schlucht gestürzt. Dabei seien mindestens vier Menschen ums Leben gekommen und bis zu 40 verletzt worden, berichtete der Fernsehsender Geo. Die Streitkräfte bestätigten zunächst drei Tote.

Dem staatlichen Bahnunternehmen zufolge befanden sich schätzungsweise 500 bis 600 Reisende an Bord des "Islamabad-Expresses", der am Abend (Ortszeit) auf dem Weg von Rawalpindi bei Islamabad nach Lahore in der Nähe der Ortschaft Jhelum in der Provinz Punjab entgleiste. Ein Wagen stürzte rund 100 Meter tief in eine Schlucht, insgesamt sprangen mindestens vier Wagen aus den Gleisen und fielen den Berg hinab.

Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar. Ein Geheimdienstmitarbeiter sagte, das Gleis sei vor der Durchfahrt des Dieselzugs bereits beschädigt gewesen.

Rund 300 Soldaten suchten am Unglücksort mit Scheinwerfern nach Überlebenden. Die Dunkelheit erschwerte die Bergungsarbeiten, zudem war die Stelle nur über zwei enge Straßen zu erreichen. Rettungskräfte errichteten Feldlazarette, wie der Sprecher der Streitkräfte, General Shaukat Sultan, mitteilte.

Ein Überlebender, der 30 Jahre alte Javed Butt, sagte, er habe Schreie gehört und sei davon überzeugt, dass viele Menschen verletzt worden seien, "Frauen und Kinder". Im Juli vergangenen Jahres waren im Süden Pakistans beim Zusammenstoß zweier Züge mehr als 130 Menschen getötet worden.
(apa)