Damals im U4. Damals, das war in den frühen 1980er-Jahren. Jener Ära, in der das Feeling einer Generation den Namen Zeitgeist verpasst bekam. Und der war im U4 zuhause: Neue Deutsche Welle, New Wave. Unendlich verwegen, undergroundig. Geburtsstätte der Wiener Live-Klub- Kultur. Wer drin war im U4, war in.
Und ob man drin war, bestimmte Conny de Beauclair. Und er, die Doorman-Legende, schaffte es dank seines feinen Gespürs, dass im U4 Schickis auf Punks, In-People auf Underdogs trafen. Er schuf einen Melting Pot, in dem ein Miteinander möglich war. Dort wehte ein Spirit, den ich nirgendwo auf der Welt wieder gespürt habe. Gute Vibes ja, jede Menge. Aber das U4-Gefühl? Unauffindbar, unwiederbringbar
Unvergessen die Woche, als Hansi Lang jeden Tag spielte. Oder als die damals völlig unbekannte Sade auftrat. Wenig später machte sie Smooth Operator weltberühmt. Oder Falco. Der stets im Clubraum saß jener Location im U4, in die jeder wollte. Denn wenn man drin war, hatte man es geschafft. Dann gehörte man zum Inner Circle. Am 29. November präsentiert Conny de Beauclair das Buch 30 Jahre U4 (Story ab S. 142). Und der Zeitgeist ist wieder ein bisschen da ...
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