WM-Quali der Handball-Herren: ÖHB-Team feiert in Israel 31:27-Auswärtstriumph

Playoff-Platz für Österreich jetzt zum Greifen nah Samstag letztes Spiel daheim gegen Israelis

Das österreichische Männer-Nationalteam hat auf seinem Weg zur Handball-Weltmeisterschaft 2007 in Deutschland (21. Jänner bis 4. Februar 2007) einen wichtigen Etappensieg gelandet. Vor 3.000 fanatischen Fans in der ausverkauften Halle von Raanana feierte die Mannschaft von ÖHB-Teamchef Rainer Osmann einen 31:27 (15:11)-Auswärtserfolg über Israel und schuf sich damit eine hervorragende Ausgangsposition für das entscheidende "Rückspiel" am Samstag (20:15 Uhr) in Traun.

Mit einem Heimsieg oder sogar einer Niederlage mit bis zu vier Toren Unterschied, sofern die Israelis in Oberösterreich maximal 30 Tore erzielen, schaffen die ÖHB-Männer als Gruppensieger den Sprung in die Playoff-Runde am 10./11. und 17./18. Juni. In Hin- und Rückspiel werden dann die letzten Tickets für die WM-Endrunde vergeben. Die Auslosung für die entscheidende Quali-Phase erfolgt am 5. Februar im Rahmen des Finaltages der Europameisterschaft in der Schweiz.

Der rot-weiß-roten Equipe um Kapitän David Szlezak, der mit neun Toren zum ÖHB-Top-Werfer avancierte, und THW Kiel-Legionär Viktor Szilagyi (acht Tore) gelang mit dem verdienten Sieg die Revanche für die knappe 28:29-Auswärtsniederlage gegen die Israelis in der EM-Qualifikation im Jänner des Vorjahres.

Österreich startete hochkonzentriert in die Partie und warf sich schnell eine 5:1-Führung heraus. ÖHB-Torhüter Nikola Marinovic, der diesmal von Beginn an zwischen den Pfosten stand, war vom Anpfiff weg ein sensationeller Rückhalt. Der Bregenz-Goalie hielt insgesamt nicht weniger als 25 Bälle. Nach einer souverän geführten ersten Spielhälfte, in der das taktische Konzept von Osmann hundertprozentig umgesetzt wurde, folgte nach der Pause ein "Durchhänger". Die Gastgeber kämpften sich von 11:15 auf 19:19 heran und gingen kurze Zeit später sogar 20:19 in Führung.

In dieser Phase traten neben dem herausragenden Marinovic vor allem die Leistungsträger Szilagyi sowie Szlezak, der unter anderem alle vier Siebenmeter verwandelte, in den Vordergrund und hielten die ÖHB-Truppe auf Kurs. In den spielentscheidenden Minuten setzten sich die Gäste von 22:22 auf 25:22 ab und ließen die Israelis bis zum Ende nicht mehr herankommen.

"Es war Gott sei Dank kein spannendes Finish, vor allem dank unseres sensationellen Torhüters Nikola Marinovic. In Schwierigkeiten sind wir nur in Unterzahl-Phasen geraten, das ist unsere Schwäche", zog ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner eine erste Bilanz.

(apa)