Wirtschaftskammer: Österreich ist eine der weltbesten Nationen im Sporttourismus

Vor allem als Wintersportparadies sind wir beliebt Über ein Drittel der Touristen haben sportliche Motive

Wirtschaftskammer: Österreich ist eine der weltbesten Nationen im Sporttourismus

Österreich hat in jüngster Zeit, nicht zuletzt bei den Olympischen Spielen in Athen, als sportbegeistertes Land weltweit auf sich aufmerksam gemacht. Die internationale Öffentlichkeit wurde auf sympathische Weise daran erinnert, dass in der kleinen Alpen-Republik die Verbindung von Sport und Tourismus enger ist als in vielen anderen Ländern.

Denn Österreich nimmt im Sport- und Gesundheitstourismus einen Spitzenplatz ein, stellt Hans Schrenner von der Wirtschaftskammer fest.
Wie Schenner hervorhebt, zeige eine bereits früher veröffentlichte Studie über die "Wirtschaftliche Bedeutung des Sports in Österreich" (herausgegeben von Industriewissenschaftlichen Institut, IWI, in Wien), dass Österreich im Sportimage weltweit eine führende Position einnimmt und so bekannte Mitbewerber wie USA oder Spanien hinter sich lässt. Unter den deutschen Gästen gilt der südliche Nachbar sogar als das Land mit dem besten Sportangebot.

Wirtschaftsfaktor Sport
Konkrete Zahlen aus der IWI-Studie unterstreichen die große Bedeutung des "Wirtschaftsfaktors Sport" in Österreich: Die Deviseneinnahmen aus dem Sporttourismus erreichen etwa 23 Prozent der Deviseneinnahmen aus dem Reiseverkehr (das entspricht rund fünf Prozent der Fremdwährungseinnahmen aus den Gesamtexporterlösen).

Österreicher sportlich aktiv
Aber nicht nur ausländische Gäste, auch die Österreicher selbst sind von der besonderen Eignung ihres Landes für Sporturlaube überzeugt. So sind vor allem die Inlandsreisen der Österreicher (vier Übernachtungen und mehr) von sportlichen Aktivitäten geprägt. Alles in allem ist der inländische Sporttourismus bereits für mehr als die Hälfte der inländischen Reiseausgaben verantwortlich.

Wintersport vor Sommersport
Rund die Hälfte der 2,2 Millionen Inlandsreisen haben Wintersport (26,8 Prozent) oder Sommersport (22,4 Prozent) als Hauptreisezweck. Weitere 10,7 Prozent nennen "Schwimmen und Baden" als wichtigstes Reisemotiv und können damit ebenfalls zu den Sporturlauben gerechnet werden. Besonders stark im Kommen sind, so Schenner, die Urlaubsmotive "Wellness" und Gesundheit", die natürlich gleichfalls stark in diesen Bereich hineinspielen.

Indoor-Angebote
Der mit beachtlichen Investitionen der heimischen Tourismusanbieter erreichte Ausbau der Allwetter-Einrichtungen unterstützt diese Entwicklung. Die vielfältigen "Indoor-Angebote" im Sport- und Gesundheitsbereich werden von den Gästen gerne angenommen. Umgekehrt wird auch das Angebot der gewerblichen Fitness- und Sportbetriebe immer häufiger für touristische Zwecke genützt.

Mehr als ein Drittel Sporttouristen
Insgesamt gehen etwa 35 Prozent aller Nächtigungn auf Sporttouristen zurück. Die Ausgaben der Sporturlauber sowie die Ausgaben der restlichen Urlauber für Sport belaufen sich laut IWI auf mehr als drei Milliarden Euro. (apa)