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Milliardenkrimi ohne Konsequenzen

Markus R. Leeb über das lange Warten auf Wirtschaftsprozesse

Wirtschaft - Milliardenkrimi ohne Konsequenzen © Bild: NEWS

Diesen Herbst soll ein erster Prozess rund um die spektakuläre Pleite der Constantia Privatbank, die aufgefangen werden musste, beginnen. Damit kommen auch die Vorgänge um die einst schillernden Immobilen- Aktiengesellschaften Immofinanz und Immoeast vor Gericht.

Für die Justiz ist es hoch an der Zeit, endlich eine Anklage in einem der großen Wirtschaftsfälle zu erheben. Denn bislang scheint es, als blieben die Milliardenkrimis, bei denen Tausende Österreicher Geld verloren haben, ohne Konsequenzen.

Von Meinl Bank bis YLine scheint die Suppe der Anklage nach jahrelangen Ermittlungen immer dünner zu werden. Auch in der Causa Constantia Privatbank laufen die Erhebungen der Behörden bereits seit 2008.

Der früher schillernde Constantia-Bankchef und Immofinanz-Boss Karl Petrikovics, der angeklagt wird, hat sich inzwischen wieder eine neue Existenz in der Immobilienbranche aufgebaut. Berater (Beispiel AWD), die Immofinanz-Aktien verkauft haben, mussten längst Entschädigungen zahlen. Doch die Verantwortlichen des Skandals blieben unbehelligt.

Das stärkt nicht gerade das Vertrauen des Normalbürgers in eine funktionierende Justiz. Es ist schwer verständlich, dass Banker schwere Fehler begehen, nicht belangt werden und die Milliardenverluste am Ende die „Kleinen“ tragen.

Kommentare

Scheinbar wartet die Justiz ,bis alle Akten entsorgt sind ,dann tut man sich leichter bei den Erhebungen ! Die Bänker verdienen Millionen ohne Risiko ,den Kleinen wird das letzte Geld aus der Tasche gezogen ! Die Politiker schauen zu , was ist mit der Bankaufsicht oder der Nationalbank ( still und leise die Säcke anfüllen ) ,was ist mit der Arbeiterkammer ? Tumpels und Frau Gugerell müßten doch einmal Stellung beziehen ?

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