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Fett und blöd - aber schöngeredet

Markus R. Leeb über die Olympiapleite und die gesellschaftlichen Hintergründe

Wirtschaft - Fett und blöd - aber schöngeredet © Bild: NEWS

Die Olympischen Spiele von London gehen als Feuerwerk an Höhepunkten, aus österreichischer Sicht als Feuerwerk an Peinlichkeiten in die Geschichte ein. Während Politiker und Funktionäre die Schuld herumschieben, bringt es einer auf den Punkt: Volleyballpräsident Peter Kleinmann nennt das Desaster von London eine logische Folge unseres Bildungssystems.

Was erwartet sich eine Gesellschaft, in der fast drei Viertel aller Kinder keinen Sport treiben? Im frühen Alter verankert sich Sport als Teil des Lebens im Bewusstsein eines Menschen.

In Österreich kürzten wir die Turnstunden auf ein Minimum. Ich erinnere mich an Proteste und Vorträge von Turnlehrern, die vor gut 20 Jahren vor den Folgen gewarnt haben. Aber unsere UnterrichtsministerInnen haben befunden: Integralrechnungen & Co sind wichtiger.

Dass allerdings auch das Ziel einer überdurchschnittlich gebildeten Gesellschaft verfehlt wurde, beweist nicht nur der PISA-Test. Leider zählt auch unsere aktuelle Unterrichtsministerin zu jenen, die das Bildungssystem nicht aus dem Vorgestern holen, in dem es feststeckt. Man diskutiert, ob sich Lehrer im Sommer weiterbilden müssen, während kommende Generationen fett und dumm heranwachsen. Wozu haben ich
und 383.819 andere Österreicher das Bildungsvolksbegehren unterschrieben?

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