Wirtschaft von

Das Gold des kleinen Mannes

Geldtipp der Woche von Bastian Kellhofer

Der Nationalökonom David Ricardo schrieb bereits im 19. Jahrhundert, dass „kein Staat und keine Bank jemals die unbeschränkte Möglichkeit der Papiergeldausgabe besaß, ohne sie zu missbrauchen“. Deshalb findet seit Beginn der Wirtschaftskrise ein großer Run auf alles statt, was nicht Papiergeld ist.

Gerade die Kurse von Gold und Silber kletterten in ungeahnte Höhen. Denn eine Unze Edelmetall ist eine Unze und wird immer eine Unze bleiben. Doch langsam normalisieren sich die Preise wieder. Silber 40 Prozent gefallen. Die Lieblings-Krisenwährung Gold bleibt allerdings mit 1.620 Dollar pro Unze noch relativ teuer. Der clevere Anleger sollte den kleinen Bruder des Goldes nicht aus den Augen lassen. Denn Silber ist seit Frühjahr 2011 in Dollar um gut 40 Prozent billiger geworden. In Euro war der Preisrutsch nicht ganz so dramatisch. Aber immerhin kostet die Unze aktuell nur noch gut 22 Euro im Vergleich zum Höchstwert von 32 Euro. Die spekulative Luft ist also erst mal raus aus dem Edelmetall. Anleger sollten beachten, dass – anders als beim Goldkauf – Mehrwertsteuer fällig wird.

Kommentare