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Benko auf Walthers Spuren

Esther Mitterstieler über die von Rene Benko gegründete Signa Holding

Esther Mitterstieler © Bild: News

Die von René Benko gegründete und geführte Signa Holding hat in den 16 Jahren ihres Bestehens sechs Milliarden an Immobilienvermögen gesammelt und im Retailbereich rund drei Milliarden Euro umgesetzt, wie auf der Homepage des Immo- und Handelsspezialisten nachzulesen ist. Auch heuer hat die Signa an ihre Aktionäre – darunter Hans Peter Haselsteiner, Niki Lauda und der Staatsfonds von Abu Dhabi, der auch an der OMV beteiligt ist – wieder viel Geld ausgeschüttet. Sie durften sich über 50 Millionen Euro an Ausschüttung freuen, bestätigt ein Sprecher. Im Vorjahr waren es bereits satte 40 Millionen Euro gewesen. Auch die Geschäfte im Süden brummen: Nachdem Benko sich in Bozen fast eine blutige Nase geholt hatte, dürfte er dort schon bald seinen Waltherpark bauen – der Name ist neu und wohl angelehnt an die Nähe des zentralen Walther-(von-der-Vogelweide-)Platzes in Bozen. Dafür hat der Tiroler Investor einige Jahre kämpfen müssen, bis schließlich ein Volksentscheid zu seinen Gunsten ausging. Auf dem Areal rund um den Busbahnhof soll praktisch ein neuer Stadtteil mit Wohnungen, Geschäften, Büros entstehen, entwickelt vom britischen Stararchitekten David Chipperfield. Kostenpunkt: rund 300 Millionen Euro. „Unser Ziel ist es, im Frühjahr mit den Bauarbeiten zu beginnen“, bestätigt Heinz Peter Hager, Präsident der Kau. aus Bozen GmbH, Benkos Ziel, möglichst bald startklar zu sein. Zwei Hürden warten noch: Der Stadtrat hat den Verkauf des Grundstücks, auf dem das Projekt entstehen soll, EU-weit ausgeschrieben; Benko hat allerdings ein Vorkaufsrecht, damit dürfte diese Hürde überwindbar sein. Zum anderen gibt es am 26. Oktober einige Rekurse am Verwaltungsgerichtshof. Kommt auch hier das Okay, kann Benko das Grundstück bis März kaufen und mit dem Bau beginnen. Fertiggestellt sollte der Waltherpark im zweiten Halbjahr 2020 sein. Ein kleineres Projekt ist das der alten Kellerei in Gries. Diese hat Benko für 17 Millionen Euro gekauft, noch heuer könnte der Bau von etwa 130 Wohnungen starten.

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