Mit der Festnahme von sechs mutmaßlichen Juwelierräubern steht die Wiener Polizei vor der Klärung einer Serie von Überfällen. Die Ermittler legten nach einem Überfall auf ein Schmuckgeschäft in der Wallensteinstraße 25 in der Brigittenau einer Bande das Handwerk, der mit dem Coup insgesamt fünf Raubzüghe bei Wiener Preziosenhändlern seit Februar 2012 zuzurechnen sein dürften. Das teilte Oberstleutnant Robert Klug vom Landeskriminalamt (LKA) mit.
Neben dem Überfall vom Samstag dürften der Bande zwei Coups bei einem Juwelier in der Ennsgasse in der Leopoldstadt im Februar und März 2012, ein Überfall auf einen Preziosenhändler in der Floridsdorfer Brünner Straße und ein weiterer auf ein Schmuckgeschäft in der Jägerstraße in der Brigittenau zuzuordnen sein. Die Ermittler machen in diesem Zusammenhang vor allem den sehr ähnlichen Modus Operandi in allen diesen Fällen geltend. Der Polizei gingen am Samstag demnach vier unmittelbar Tatbeteiligte sowie zwei mutmaßliche Logistiker ins Netz, die das Vorgehen der Bande koordiniert haben dürften und in Wien lebten.
Festnahme kein Zufall
Die Festnahme war übrigens anders als in diversen Medien kolportiert kein Zufallsprodukt. Laut Klug machte einer der Verdächtigen bei der Organisation eines Fluchtautos einen Fehler: Die Ermittler konnten so ihn selbst, seinen Aufenthaltsort und das Fahrzeug, das er benutzte ausforschen. Seit Freitag wurde die Bande observiert. Der Überfall in der Brigittenau selbst war laut Oberst Hannes Gulnbrein, Leiter des Eko Cobra Wien, nicht zu verhindern, weil hier ein Zugriff zu gefährlich für alle Beteiligten gewesen wäre. So nahmen die Cobra-Beamten zwei der Verdächtigen in einem der Fluchtautos auf der Friedensbrücke, die anderen vier vor und in einer Wohnung in der Liechtensteinstraße am Alsergrund hoch.
Kommentare
Gratulation und Respekt an die Fähigen unserer Polizei!! Bei der Polizei muss man wie in jedem anderen Unternehmen auch unterscheiden zwischen 85 % intelligenten Beamten und 15 % Ausschuss... mein spezieller Dank daher an das Team, den wir diesen großartigen Erfolg zu verdanken haben und ebenfalls an all jene 85 % fähigen Beamte und Beamtinnen, die täglich für unser Land ihren Dienst versehen... Ehre wem Ehre gebühre!