Wieder zahlreiche Tote bei Kämpfen in Kolumbien: Mindestens elf Menschen sterben

2 Tote durch auf Pferdewagen befestigte Bombe

Bei Kämpfen zwischen dem kolumbianischem Militär und linken Rebellen sind mindestens zehn Menschen, darunter vier Zivilisten, getötet worden. Zwei weitere Menschen seien in der Stadt Cali bei der Explosion einer Bombe getötet worden, die auf einem Pferdewagen befestigt war, teilten die Behörden am Donnerstag mit.

Besonders bedrohlich sei die Lage im Südwesten des Landes, wo zahlreiche Bauern, meist Indios, in der Provinz Valle del Cauca zwischen die Fronten geraten seien. Bisher seien vier Indios getötet worden und viele Familien auf der Flucht, teilten die Behörden vor Ort weiter mit. Linke Rebellen, die seit mehr als 40 Jahren gegen den Staat kämpfen, haben ihre Angriffe vor der Parlamentswahl im März und der Präsidentenwahl im Mai wieder verstärkt.

Bei den Toten von Cali handelt es sich nach Vermutungen der Polizei um Bauern, die ohne ihr Wissen von den Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) für den Anschlag missbraucht wurden. Die zwei Männer hatten den Sprengsatz mit einem Pferdefuhrwerk vor eine Polizeistation in der Stadt Cali transportiert.
(apa)