Wieder kein Sieg für Schachners Löwen: 0:2 im Ösi-Trainer-Duell vs. Pacults Dresden

Überraschung: Dresden in der Tabelle nur Vorletzter

Auch unter der Regie von Trainer Walter Schachner wartet der deutsche Fußball-Zweitligist TSV 1860 München weiterhin auf ein Erfolgserlebnis und hat den Anschluss zu den Aufstiegsplätzen, die immer mehr zu entschwinden scheinen, verpasst. Die vor der Saison als Bundesliga-Aspirant gehandelten Löwen unterlagen beim von Peter Pacult trainierten Tabellenvorletzten Dynamo Dresden mit 0:2 (0:1), blieben damit auch im dritten Meisterschaftsspiel mit ihrem neuen Trainer sieglos (ein Punkt).

Auf einen Meisterschaftssieg warten die Sechziger schon sieben Runden. Die Sachsen hingegen beendeten durch die Treffer von Bröker (36.) und Votava (69.) ihre Negativserie und schöpften durch den ersten Sieg seit 13 Partien im Kampf um den Klassenverbleib wieder Hoffnung.

Auf dem schwer bespielbaren Rasen erarbeiteten sich die Münchner (mit Steffen Hofmann, ohne Harald Cerny) vor 9.709 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion zunächst Vorteile. Doch die beste Torchance der ersten Hälfte vergab der Chinese Jiayi Shao (21.). Auf der Gegenseite nutzten die Gastgeber gleich ihre zweite Möglichkeit. Nach einem Kopfball von Vorbeck an die Stange drückte Bröker bei seinem zweiten Saisontor den Ball über die Linie. Nach einer misslungenen Abseitsfalle erzielte Votava völlig freistehend per Kopf das 2:0 für die Dresdner, die ihr erstes Match in der Rückrunde bestritten.

Walter Schachner war trotz Niederlage nicht unzufrieden: "Wir haben das Spiel in jeder Phase kontrolliert. Das war das beste Spiel, seit ich in München bin", sagte der 1860-Trainer. "Der Unterschied war, dass Dresden entschlossener beim Kopfball war. Aus zwei Flanken hat Dynamo die Tore gemacht. Das war wieder ein Rückschlag, aber die theoretischen Aufstiegschancen sind noch da."

Sein Landsmann Peter Pacult war hochzufrieden mit seiner Mannschaft. "Die Spielpraxis fehlte, aber die Spieler haben gekämpft und sich gewehrt", sagte der Dynamo-Coach. "Wir hatten das Quäntchen Glück, das man im Kampf gegen den Abstieg braucht."
(apa)