Wieder blutige Anschläge im Irak: Attentate
in Bagdad und Mosul - 12 Todesopfer

Bagdad: Attentäter sprengt sich in Bus in die Luft Mosul: Mann zündet in Lokal Sprengstoffgürtel

Ein Selbstmordattentäter hat in der irakischen Hauptstadt in einem Linienbus sechs Menschen mit in den Tod gerissen. Das verlautete aus dem irakischen Innenministerium. Der Anschlag ereignete sich in dem Schiitenviertel Kadhimia. In einem Restaurant in Mosul im Norden riss ein Selbstmordattentäter ebenfalls sechs Menschen mit in den Tod. 27 weitere Besucher der Gaststätte wurden verletzt, als der Mann am Vormittag seinen Sprengstoffgürtel zündete. Unter den Toten war ein Polizist. Acht weitere Polizeibeamte wurden in dem Lokal, das ein beliebter Treffpunkt von Angehörigen der Sicherheitskräfte ist, verletzt.

In der Innenstadt von Bagdad starben vier Bauarbeiter durch die Explosion eines Sprengsatzes. Die Bombe detonierte an einem Platz im Viertel Bab al-Sharki, an dem sich frühmorgens immer Tagelöhner auf der Suche nach Arbeit versammeln. 15 weitere Arbeiter wurden verletzt. In Kamishli, südlich von Bagdad, töteten Aufständische zwei Fahrer eines Tankwagens, der für die US-Armee unterwegs war.

Nach vier Tagen Geiselhaft im Irak sind zwei Staatsangehörige von Mazedonien (FYROM) nach britischen Angaben am Montag freigelassen worden. Die beiden arbeiteten für eine Reinigungsfirma - Vertragspartner der US-geführten Koalitionstruppen - im Flughafen der von britischen Soldaten kontrollierten Stadt Basra im Süden des Landes. Die beiden Mazedonier waren am vergangenen Donnerstag verschleppt worden. Ihre Entführer verlangten eine Million Dollar (840.000 Euro) Lösegeld vom Arbeitgeber. Zunächst war unklar, ob das Geld gezahlt wurde. Die Männer wurden in Basra freigelassen.
(apa/red)