Widhölzl, Kofler, Koch & Morgenstern top: ÖSV-Adler eroberten auch Mannschaft-Gold!

Silber ging an Finnland, Bronzemedaille an Norweger Morgenstern sichert Sieg erneut mit Super-Sprung

Österreichs "Adler" haben ihren Höhenflug bei den XX. Olympischen Winterspielen fortgesetzt und erstmals in der Geschichte der Spiele Mannschafts-Gold im Skispringen geholt. Andreas Widhölzl, Andreas Kofler, Martin Koch und Thomas Morgenstern schafften in dieser Reihenfolge nach dem Großschanzen-Doppelsieg durch Morgenstern und Kofler den zweiten Coup. Finnland musste sich nach dramatischem Kampf nur 7,4 Punkte hinter Österreich mit Silber begnügen, Bronze ging an Norwegen.

Der Bewerb hatte für Österreich alles andere als vielversprechend begonnen, denn Widhölzl brachte Österreich nach einem 122-m-Satz ins Hintertreffen und nur auf Rang sechs. Doch der Silbermedaillengewinner vom großen Bakken, Andreas Kofler, sorgte mit einem 133,5-m-Flug, dem weitesten im 1. Durchgang, für die Führung. Diese Top-Position konnten die rot-weiß-roten "Adler" auch nach den 122 Metern von Martin Koch halten, Olympiasieger Morgenstern schaffte auf "seiner" Schanze in seiner Gruppe mit 129,5 m den weitesten Satz und sorgte damit für die Halbzeitführung der Truppe von Cheftrainer Alexander Pointner.

Im zweiten Durchgang steigerte sich endlich auch Widhölzl entscheidend im Bewerb, mit 129 Metern zeigte er den weitesten Sprung überhaupt in allen Versuchen auf dieser Schanze inklusive Training. "Mir ist ein Riesenstein vom Herzen gefallen." Nach insgesamt fünf Sprüngen führte weiter das ÖSV-Team, allerdings nur noch mit 0,9 Punkten Vorsprung auf Finnland.

Nerven bei Kofler und Morgenstern hielten
Kofler hielt dem Druck im sechsten "Mini-Durchgang" stand, er vergrößerte den Vorsprung 14,7 Punkte. "Ich habe meinen Job gut erledigt, auch wenn im 2. Durchgang die Bedingungen schwieriger waren", sagte Kofi.

Koch steigerte sich um 6,5 m gegenüber Durchgang eins auf 128,5 m, der Kampf um Gold artete nach einem zweiten Patzer von Tommy Ingebrigtsen (zweimal 116,5) zum Zweikampf Österreich - Finnland aus. Vor dem letzten der acht Sprünge führten die ÖSV-Adler nur noch mit 5,4 Zählern bzw. 3 Metern wie schon zur "Halbzeit".

Das große Finale verlief ungemein dramatisch, alle vier Medaillenkandidaten packten die weitesten Sprünge aus. Doch Thomas Morgenstern behielt die Nerven, segelte auf 140,5 m hinunter.

Ergebnisse Skispringen - Teambewerb
1. Österreich 984,0 Punkte
2. Finnland 976,6
3. Norwegen 950,1
4. Deutschland 922,6
5. Polen 894,4
6. Japan 893,1
7. Schweiz 886,9
8. Russland 856,8

(apa)