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Wer am häufigsten lügt

Studie zeigt auf, welcher Altersklasse die meisten Schwindler angehören

Lügen (Symbolbild) © Bild: Shutterstock.com

Die Frage, wie oft der Mensch im Laufe eines Tages lügt, ist bekanntlich schwer zu beantworten. Hier geht aber auch gar nicht so sehr ums "Wie oft?" - zumindest nicht in erster Linie -, sondern viel mehr ums "Wie alt?". Wer lügt demnach am häufigsten: Kinder, junge Erwachsene oder ältere Menschen?

Ein fünfköpfiges Forscherteam rund um die deutsche Psychologin Kristina Suchotzki von der Universität Würzburg wollte es wissen. Also stellte man sich vor ein Museum in Amsterdam und fragte dort insgesamt 1.005 Menschen, wie oft sie in den letzten 24 Stunden gelogen hätten. Mit der Aufforderung, ehrlich zu antworten, wie "watson.ch" berichtet.

Wie sich herausstellte, waren junge Erwachsene die passioniertesten Lügner. Kinder und ältere Personen hingegen logen insgesamt seltener. Warum? Weil sie's, salopp formuliert, nicht so gut können. Denn Lügen ist in Wahrheit schwieriger, als man denkt. Oder, um es mit Suchotzkis Worten auszudrücken, es ist kognitiv anstrengend. Das beweist allein schon die Tatsache, dass die Reaktionszeit, wenn man eine Frage mit einer Lüge beantwortet, länger ist.

Suchotzki spricht auch vom automatischen Impuls, die Wahrheit zu sagen. Wer lügt, müsse diesen Impuls unterdrücken, was vor allem Kindern schwer fiele. Neben Kindern hätten auch ältere Personen mehr Mühe beim Lügen, da ihre kognitiven Kompetenzen möglicherweise schon wieder etwas im Abbau begriffen sind. Junge Erwachsene hingegen können hier aus dem Vollen schöpfen - und tun sich dementsprechend leichter beim Schwindeln.

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