Ski alpin von

Hintermann gewinnt Wengen-Kombi

Kostelic nimmt Abschied von Wengen und "eventuell" von seiner Karriere

Niels Hintermann © Bild: APA/AFP/FABRICE COFFRINI

Der Schweizer Niels Hintermann hat sämtliche Favoriten düpiert und die Alpine Kombination in Wengen gewonnen. Der 21-Jährige Zürcher verwies bei seinem Debütsieg im Ski-Weltcup den Franzosen Maxence Muzaton und den Vorarlberger Frederic Berthold am Freitag auf die weiteren Stockerlplätze. Alle Spezialisten, die mit höheren Nummern in die verkürzte Abfahrt gingen, hatten keine Chance.

Auf der immer schwieriger zu befahrenden Piste wurde der Norweger Kjetil Jansrud Elfter. Alexis Pinturault landete nur auf Platz 20, der Franzose holte trotzdem die kleine Kristallkugel im Disziplinen-Weltcup. Romed Baumann wurde als zweitbester Österreicher Sechster.

Kostelic nimmt Abschied von Wengen

2015 ist Ivica Kostelic als Dritter der Kombination in Wengen das letzte Mal auf dem Weltcup-Podest gestanden. Ebendort nahm der Gewinner der Großen Kristallkugel von 2011 am Freitag als Kombi-22. seinen Abschied vom Weltcupzirkus. "Eventuell" war es das überhaupt letzte Rennen, wie der 37-Jährige mit viel Wehmut anmerkte. "Ich habe Skifahren so gerne. Es ist schwer zu sagen, das ist es."

"Ich wollte unbedingt noch einmal hier fahren. Es ist die Mutter aller Slalomhänge. Alle Slalomhänge haben etwas von Wengen, nur Wengen hat alles. Überhänge, steil, flach, es hängt auf die eine, auf die andere Seite. Ein super Hang, der ziemlich gleich geblieben ist wie in alten Zeiten. Cool, wenn man auf einer Piste fahren kann, auf der schon die alten Legenden fuhren. Hier ist so viel Geschichte", sagte Kostelic am Freitag, nachdem er zum Publikum winkend und lachend nach dem Slalom abgeschwungen hatte. 14. war er zur Kombi-Halbzeit.

Damenabfahrt am Samstag mit Vonn-Comeback

Mit Training und Rennen an einem Tag soll indes am Samstag in Altenmarkt/Zauchensee die vierte Saisonabfahrt der Damen (11.15 Uhr, live ORF eins) gerettet werden. Topfavoritin beim Comeback von US-Superstar Lindsey Vonn ist aber die slowenische Speed-Sensation Ilka Stuhec, die alle bisherigen drei Abfahrten gewonnen hat. Letzte Zauchensee-Siegerin aus Österreich war 2014 Elisabeth Görgl.

Erfolge wie das damalige Abfahrts-Double mit Görgl vor Veith (Fenninger) sucht man bei den ÖSV-Damen derzeit aber ebenso vergeblich wie Görgl in den Siegerlisten. Erfolge sind in der WM-Saison bei der 35-jährigen Steirerin noch Mangelware. Dennoch schreibt sie sich nicht ab und kämpft weiter um einen WM-Startplatz.

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