Weltgesundheitsorganisation mit Statistik: 85 Personen bisher von Vogelgrippe getötet!

Eine halbe Million Vögel im Irak notgeschlachtet

Seit Ausbruch der Vogelgrippe vor gut zwei Jahren sind nach neuen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 85 Menschen an der Tierseuche gestorben. 160 Personen haben sich laut der am Dienstag aktualisierten Statistik infiziert. Die neuen Zahlen schließen auch die jüngsten Fälle in der Türkei mit ein, wo mindestens vier Menschen an der Vogelgrippe gestorben und zwölf erkrankt sind.

Die WHO zählt nur Fälle, bei denen der Vogelgrippeverdacht von einem ihrer Referenzlabors außerhalb des Landes, in dem der Patient erkrankte, bestätigt wurde. Die aktuelle WHO-Statistik umfasst daher noch nicht das irakische Mädchen, das ersten Tests zufolge dem H5N1-Erreger erlag.

Das irakische Gesundheitsministerium kündigte am Dienstag die Einrichtung einer 30 Kilometer weiten Bannmeile rund um das Dorf Ranija an, aus dem die verstorbene 15-Jährige stammte. Ranija liegt im überwiegend von Kurden bewohnten Nordirak. Um eine weitere Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern, seien in der Region bereits eine halbe Million Vögel getötet worden, teilte das Landwirtschaftsministerium mit.

Eine rumänische Tierschutzorganisation meldete unterdessen, Dorfbewohner im Osten des Landes hätten eine Schar Wildenten grausam abgeschlachtet. Junge Männer hätten die an einem See rastenden Vögel regelrecht zerhackt, teilte die Gruppe Oceanic Club mit. Die örtliche Naturschutzbehörde äußerte die Befürchtung, dass sich die Täter mit Vogelgrippe infiziert haben könnten, und kündigte Zugangsbeschränkungen zu dem Gebiet an.

(apa/red)