"Weitere Verzögerung" bei Klimt-Bildern: Verhandlungen über Kauf drohen zu kippen!

Altmann-Anwalt: "Österreich wird Bilder nicht kaufen" Für Bloch-Bauer-Erbin Bruch der Optionsvereinbarung<br><b>NEWS:</b> Altmann-Kritik an Bildungsministerin Gehrer

Die Verhandlungen um die fünf Klimt-Bilder aus der österreichischen Galerie Belvedere stehen an der Kippe: Der Anwalt von Bloch-Bauer-Erbin Maria Altmann, E. Randol Schoenberg, hat in einer Email eine "weitere Verzögerung" durch die Republik Österreich beklagt und ist der Ansicht, dass Österreich "seine Option, die Bilder zu kaufen, nicht ausüben wird".

Eine für Mittwochabend vereinbarte Übermittlung der österreichischen Verhandlungsposition zu den fünf Klimt-Bildern sei von der Republik auf Donnerstag verschoben worden, so Schoenberg. Heute jedoch sei die Sieben-Tages-Frist für Verhandlungen bereits vorbei und Österreich breche die Optionsvereinbarung, meint der Anwalt.

In der Finanzprokuratur, die die Republik in der Angelegenheit vertritt, war dazu keine Stellungnahme zu bekommen. Ursprünglich hieß es, der Verhandlungszeitraum sei bis Donnerstag angesetzt.

Schoenberg meinte nun, dass die Republik "keine Vorstellung hat, was zu tun ist, und zu keiner Entscheidung kommen kann". Der Anwalt glaubt, dass Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) "weiß, dass sie sich nie leisten könnte, die Option zu nützen, die Gemälde zu einem fairen Marktpreis zu kaufen". Es gehe nun um die Entscheidung, "jetzt die Wahrheit zu sagen oder die Sache drei Monate lang weiterzuziehen" und damit Zeit und Geld für Verhandlungen zu "verschwenden".

Gehrer solle "ihrem Instinkt folgen" und bekannt geben, dass "Österreich seine Option, die Bilder zu kaufen, nicht ausüben wird". Dies wäre das beste für die Erben und für Österreich. (apa)