WADA-Chef Richard Pound plädiert: "Hohe Blutwerte künftig als Dopingfälle werten"

Für Chef-Dopingjäger nicht "reine Gesundheitsfrage"

Erhöhte Hämoglobin-Werte im Blut könnten nach Ansicht des WADA-Vorsitzenden Richard Pound zukünftig als Dopingfälle gewertet werden. "Die Bluttests sind wichtig, weil wir durch sie oft Dopingfälle entdecken und dann per Urintest bestätigen können", sagte der Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) in einem Interview in der ZDF-Sendung "Olympia kompakt".

Es sei schon sehr seltsam, dass zwölf Athleten plötzlich zu den Olympischen Spielen so hohe Blutwerte hatten. "Vielleicht sollten wir solche Fälle künftig als Dopingfälle werten, nicht mehr als reine Gesundheitsfrage", erklärte der Kanadier.

Der Ski-Weltverband FIS hatte für die olympischen Langlauf-Bewerbe ein Dutzend Athleten wegen zu hoher Hämoglobin-Werte mit einer fünftägigen Schutzsperre belegt.

(apa)