Vorbereitung der Referees: Schiedsrichter schwitzen im Süden für Bundesliga-Frühjahr

Plautz und Co. zog es zum Trainingslager in Türkei

Wie die Profikicker, zieht es in der kalten Zeit auch die Fußball-Schiedsrichter zur Vorbereitung in den wärmeren Süden. Am Samstag fliegen 24 heimische Referees plus vier Talente nach Belek in die Türkei, um sich für das Bundesliga-Frühjahr den letzten Schliff zu holen. "Im Vorfeld der Saison ist es dort optimal, weil endlich jene Bereiche trainiert werden können, die die Witterung in der Heimat nicht zuließen", sagte Johann Hantschk, der Vorsitzende der Schiedsrichter-Kommission.

Konrad Plautz, Fritz Stuchlik, Thomas Steiner und Co. werden während des einwöchigen Lehrgangs an der Mittelmeerküste auf dem Areal des Hotels "Titanic" nach der Pfeife von prominenten Instruktoren tanzen. So gibt Ingrid Pertmayr-Uhler, die frühere heimische Spitzenwasserspringerin, Englisch-Unterricht, und ist Ernst Weber, der ÖFB-Teamchef der Frauen- und U18-Auswahl, für die zwei täglichen Trainingseinheiten auf dem grünen Rasen zuständig.

Der Niederösterreicher, der schon seit einigen Jahren die Unparteiischen in körperlichem Schuss hält, stellt den Plautz, Stuchlik etc. gute Zeugnisse aus. "Sie haben in ihren Bundesländern bereits gut für die Grundlagen-Ausdauer trainiert und reisen in gutem Zustand in die Türkei. Dort schauen wir, was jedem noch fehlt und lassen auch individuell üben. Schwerpunkte sind weiters Wendigkeit, Schnelligkeit und Regeneration", sagte Weber.

Neben der Praxis und dem Englisch-Lernen steht für die Schiedsrichter, die sich schon zum neunten Mal im Süden vorbereiten, weiters Stress-Bewältigung, Persönlichkeitstraining, Interview-Schulung, Video-Analysen etc. auf dem Stundenplan. Und schließlich werden den Referees von der fünfköpfigen Schiri-Kommission jene fünf Schwerpunkte näher gebracht, auf die im Frühjahr besonderes Augenmerk gelegt wird.

Sie lauten: Spieler, Regisseure schützen; Klammern, Halten, Stoßen ahnden; auch Strafraum-Entscheidungen achten, Betreuer-Bänke beachten; Schiedsrichter-Kritik unterbinden. Mit von der Partie sind übrigens auch ein Arzt und zwei Masseure.

(apa/red)