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Pfarrer pfeift auf Kirche

Seelsorger legt aus Protest Amt nieder: "Keine lebbaren Arbeitsbedingungen"

Vorarlberg - Pfarrer pfeift auf Kirche © Bild: Thinkstock

Vorarlbergs Katholiken sind am Sonntag von einem Rücktritt überrascht worden: Der Pfarrer von Dornbirn-Haselstauden Ronald Waibel (54) hat in der Sonntagsmesse verkündet, dass er aus Protest sein Priesteramt niederlege. Er habe immer größere Schwierigkeiten, Vertreter der von Rom zentralistisch regierten Kirche zu sein.

Er habe sich zu Pfingsten zu diesem Schritt entscheiden, erklärte Waibel in der Sonntagsmesse seine Beweggründe. Er finde für sich als Priester "keine lebbaren Arbeitsbedingungen" mehr vor, wurde Waibel auf "Voralberg Online" (vol.at) zitiert: "Damit meine ich besonders die Verweigerung des Dialogs in den so dringend notwendigen Reformen, insbesondere, was die Zulassungskriterien zum Weiheamt betrifft. Aber auch das fehlende Vertrauen in uns Mitarbeiter, die sich Gedanken über die Zukunft unserer Kirche machen. Und auch dieses ewige Warten auf einen neuen Bischof, als ob sie nicht gewusst hätten, dass Bischof Elmar 75 wird."

Sein Ausscheiden habe nichts mit der Pfarre zu tun, wo er viel Wertschätzung erfahren habe, offensichtlich auch nicht mit der Diözese Feldkirch. Denn Waibel dankte bei seinem Abschied vor den Messbesuchern ausdrücklich der Diözesanleitung, von der er "großes Entgegenkommen" erhalten habe.

Seit 27 Jahren als Seelsorger tätig

Auch wenn die Entscheidung nicht nachvollziehbar sei, müsse sie respektiert werden, hieß es in einer Stellungnahme der Diözese. Diözesanadministrator Benno Elbs bedauerte den Schritt und dankte Waibel für seinen Einsatz als Priester in verschiedenen Pfarreien. Waibel war seit 27 Jahren Seelsorger, unter anderem auch in Egg im Bregenzerwald, als dort 2008 beim Brand des Vinzenzheimes zwölf Menschen ums Leben gekommen waren.

Ronald Waibel wird von der Diözese dienstfrei gestellt und für seine berufliche Neuorientierung finanziell unterstützt. Er wolle sich zum Diplom-Krankenpfleger ausbilden lassen, erklärte er.

Kommentare

na endlich! mich wundert, dass diesen schritt nicht schon länst viele gemacht haben...... aber getreu nach dem motto: wes hand mich füttert, des hand beiß ich nicht, bla, bla, bla oder so ähnlich werden halt viele denken. widerstand ist halt immer eine form die konsequenzen nach sich zieht die nicht immer angenehm sind.

Nicht verwunderlich! Hoffentlich werden die Realitätsverweigerer, Missbrauchsvertuscher und Reformverhinderer Im Vatikan endlich munter, bevor noch mehr der besten Leute die Kirche verlassen.

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