Vor Untersuchungsrichter: Walter Mayer nach Amokfahrt in Kärnten voll geständig

Bei in Kärnten zur Last gelegten Anklagepunkten Ex-Trainer hatte mit Auto Polizeisperre durchbrochen

Der nach der nächtlichen Doping-Razzia bei den Olympischen Spielen und seiner anschließenden Amokfahrt in Kärnten weltweit in die Schlagzeilen geratene ehemalige ÖSV-Coach Walter Mayer wurde Dienstag Früh in Klagenfurt vom Untersuchungsrichter einvernommen. Dabei habe er sich in sämtlichen Anklagepunkten, die ihm in Kärnten zur Last gelegt werden, voll geständig gezeigt, sagte der Mediensprecher des Landesgerichtes.

Nach der Einvernahme begab sich Mayer wieder ins Landeskrankenhaus Klagenfurt, wo er derzeit in psychiatrischer Behandlung ist. Jenny betonte aber, dass der ehemalige Spitzentrainer "sich seitens der Justiz nach wie vor auf freiem Fuß befindet". Der Akt gehe jetzt vom U-Richter an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt, die über eine Anklage entscheiden müsse. Ob und wie lange der 48-Jährige sich im "Zentrum für seelische Gesundheit" aufhalten wird, war nicht bekannt.

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hatte am Montag gegen Mayer eine Voruntersuchung wegen des Verdachtes des Widerstandes gegen die Staatsgewalt, der schweren Körperverletzung (bei Verletzung eines Polizisten ist die Körperverletzung automatisch eine schwere) sowie schwerer Sachbeschädigung eingeleitet.

Der Salzburger war Sonntagabend in Paternion (Bezirk Villach-Land) betrunken in seinem Auto aufgefunden worden, danach zwei Polizisten davongefahren und schließlich gegen eine Polizeisperre gekracht. Nach seiner Einvernahme wurde er in die Psychiatrische Abteilung des LKH Klagenfurt gebracht, da dem Vernehmen nach Selbstmordgefahr bestanden haben soll.

(apa/red)