Vor Olympia in Turin: Anarchisten reißen Langläuferin die Fackel aus der Hand

Globalisierungsgegner entreißen Läuferin Feuer

Protestaktionen und Demonstrationen trüben fast täglich den olympischen Fackellauf nach Turin. In der norditalienischen Stadt Trient umringten am Montagabend einige Linksradikale und Globalisierungsgegner die Fackelträgerin Eleonora Berlanda und rissen ihr die Fackel aus den Händen. Die vier Angreifer versuchten danach zu fliehen, wurden aber von der Polizei daran gehindert und festgenommen.

"Ich war vom Angriff so überrascht, dass ich die Fackel losgelassen habe. Dabei hätte ich mich auch schwer verbrennen können. Ich bin wütend: Es ist ein Skandal, dass ein Symbol des Friedens wie die olympische Fackel derart angegriffen wurde", betonte die Skilangläuferin Berlanda. Vor dem Angriff hatten 30 Anarchisten der Fackelträgerin bereits den Weg versperrt.

Der Olympia-Beauftragte der italienischen Regierung, Mario Pescante, zeigte sich zutiefst besorgt, nachdem der olympische Fackellauf wegen Protestaktionen in den vergangenen Tagen bereits 37-mal hatte unterbrochen werden müssen. Vor allem Globalisierungsgegner und linke Aktivisten, die zum Boykott des Olympia-Sponsors Coca Cola aufgerufen haben, machten den Fackelträgern zu schaffen.

In mehreren Fällen musste der Fackellauf aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden. Der Fackellauf wurde öfters auch von Aktivisten gestört, die gegen den Bau einer Bahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke in der Olympia-Region protestieren.

(apa)