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Von Maulwürfen und Grenzerfahrungen: "steirischer herbst" startet

Festival eröffnet mit Arbeit von Philippe Quesne und läuft bis 16. Oktober

Der "steirische herbst" startet heute, Freitag, in der Grazer Helmut-List-Halle mit Philippe Quesnes Maulwurf-Projekt. Im Mittelpunkt des Festivals steht die Zukunft Europas, der in unterschiedlichen Arbeiten von der Ausstellung "Body Luggage" bis hin zu Projekten an der steirisch-slowenischen Grenze nachgespürt werden soll. Das "musikprotokoll" beschäftigt sich mit "Musikalischen Kartografien".

Das Festival, das heuer bis 16. Oktober läuft, bewegt sich auch in die Südsteiermark, wo seit vorigen Herbst tausende Flüchtlinge die Grenze überschritten haben. Das Duo Regine Dura und Hans-Werner Kroesinger wird eine performative Wanderung zum Thema Grenzziehung in der Geschichte der Region anbieten, während der angolanische Künstler Kiluanji Kia Henda eine Installation unter dem Titel "Dies ist mein Blut" entwirft. Der Schweizer Theatermacher Milo Rau erforscht im Projekt "Empire" mit vier Performern aus verschiedenen Ländern die Zukunft Europas, und die katalanische Künstlergruppe "El Conde de Torrefiel" unter der Leitung von Pablo Gisbert und Tanya Beyerle nähert sich dem Thema auf sehr regionale Weise: Ihr Text wurde aus Gesprächen mit jungen Steirerinnen und Steirern, die über ihre verborgenen Ängste sprechen, vor Ort erarbeitet.

(S E R V I C E - www.steirischerherbst.at)

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