Visa-Affäre weitet sich weiter aus: Nun auch Botschaft in der Türkei betroffen!

"profil": Staatsanwaltschaft will Ex-Mitarbeiter der österreichischen Botschaft in Ankara anklagen

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, weitet sich die Visa-Affäre nun auch auf die österreichische Botschaft in der Türkei aus. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg will einen Ex-Mitarbeiter der österreichischen Botschaft in Ankara wegen Verdachts des Amtsmissbrauchs anklagen.

Wie "profil" berichtet, soll der betreffende Beamte nach Erkenntnis der Staatsanwaltschaft Korneuburg von Ende des Jahres 2003 bis ins Jahr 2004 an der österreichischen Botschaft in der türkischen Hauptstadt Ankara "zumindest dutzende Visa gegen Gefälligkeiten" ausgestellt haben. Ein Gutteil der Einladungen österreichischer Unternehmen, mit denen die Visa-Werber vorstellig wurden, soll dabei von einer in Wien lebenden türkischen Geschäftsfrau ausgestellt worden sein. Die 33-Jährige steht bereits wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Schlepperei und Mitgliedschaft bei einer kriminellen Organisation vor Gericht. Sie soll mit Hintermännern in der Türkei kooperiert haben.

Das Außenministerium bestätigte gegenüber "profil", das Verdachtsmomente gegen den Beamten schon länger bekannt gewesen seien. Der betreffende Mitarbeiter versah darum zuletzt Dienst in einer Abteilung des Außenamts am Wiener Minoritenplatz, in der er mit Visa-Angelegenheiten nicht in Berührung kam. Nun wird auch die Einleitung disziplinarrechtlicher Schritte gegen den Beamten geprüft.

Die Story in voller Länge finden Sie im aktuellen "profil"!