Langzeitdirektor Hans Hurch bleibt für weitere drei Jahre und damit bis 2016 Leiter der Viennale. Diesen Beschluss hat das Kuratorium des internationalen Filmfestivals in seiner vergangenen Sitzung getroffen, teilten die Stadt Wien und das Festival am Mittwoch in einer Aussendung mit. Hurch leitet die Viennale seit 1997 und wird mit dem neuen Vertragsende 20 Amtsjahre absolviert haben. Die Verlängerung sei ein "Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung für die erfolgreiche Arbeit und Entwicklung der Viennale insgesamt", wird Hurch zitiert.
"Die Viennale ist von Jahr zu Jahr besser geworden", freute sich Viennale-Präsident Eric Pleskow. Und Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S) sieht Qualität und Handschrift eines Festivals untrennbar mit der Intendantenpersönlichkeit verbunden: "Hans Hurch ist ein Film-Aficionado, der dem Festival einfach gut tut." Hurchs Vertrag wäre bis 2013 gelaufen, der Direktor hatte im APA-Gespräch zuletzt eine Verlängerung aber nicht ausgeschlossen. Für einen etwaigen Nachfolger hätte sich Hurch eine internationale Lösung gewünscht.
Längst dienender Kulturmanager
Hurch ist einer der längst dienenden Kulturmanager des Landes. Nach Diskussionen über eine zeitliche Beschränkung solcher Jobs auf höchster Ebene, ausgelöst etwa durch den unrühmlichen Abgang von MAK-Direktor Peter Noever, sprach sich der gebürtige Oberösterreicher für eine größere Transparenz aus. "Ich bin gern ein Dinosaurier - und zwar im guten Sinne des Wortes als eine vom Aussterben bedrohte oder bereits ausgestorbene Gattung von Pflanzenfressern und damit völlig harmlosen Tieren. Das heißt aber nicht, dass ich bis zum Holzpyjama die Viennale führen muss."
