Kleiner Trick von

So schaffen Sie
mehr in kurzer Zeit

US-Forscher geht chronischer Aufschieberitis auf den Grund - das Ergebnis verblüfft

Stress Symbolbild © Bild: Shutterstock.com

Wie können wir möglichst viel in möglichst kurzer Zeit schaffen? Und wie bringen wir uns selbst dazu, Aufgaben einfach zu erledigen anstatt sie immer und immer wieder aufzuschieben? Diese Fragen stellte sich Andrew T. Stephen von der University of Pittsburgh. Die Antwort überrascht.

Eigentlich sollte man meinen, dass jene Menschen, die sich am meisten aufhalsen, am ehesten dazu tendieren, Aufgaben aufzuschieben. Tatsächlich aber ist das Gegenteil der Fall: Jene Personen, deren To-do-Liste am schmalsten bestückt ist, sind die größten Meister im Aufschieben, wie "welt.de" berichtet.

Diesem Phänomen ging Stephen auf den Grund. Für seine Studie nahm er eine App zu Hilfe, bei der man seine Ziele und die zugehörigen Deadlines eingeben sowie die jeweilige Aufgabe abhaken kann, sobald man sie erledigt hat. Der US-Forscher analysierte über 586.800 Einträge von über 28.800 Nutzern.

Verblüffendes Ergebnis

Dabei stellte sich heraus, dass jene Personen, die weniger zu tun hatten, noch unproduktiver werden, wenn sie eine Deadline verpasst hatten. Warum? Wegen der negativen Empfindung, die mit dem Verpassen der Deadline einhergeht, vermutet der Forscher. Man fühlt sich schlecht und will sich am liebsten gar nicht mehr mit der Sache konfrontieren. Also vermeidet man.

Interessanterweise zeigte sich besagter Effekt bei jenen, die mehr Aufgaben auf ihrer Liste hatten, nicht. Verpasste hier jemand eine Deadline, zog das keine weitere Aufschiebe-Aktionen nach sich. Hat man viel zu tun, hat man offenbar keine Zeit für ein schlechtes Gefühl, meint Stephen. Überhaupt verpassten diese Personen insgesamt seltener eine Deadline. Woraus Stephen folgert: Wer zum Aufschieben tendiert, sollte sich am besten noch ein paar Aufgaben aufhalsen. Ob's klappt? Probieren Sie's aus!

Kommentare