Verkehrsunfall im Tauerntunnel: Ein Toter, eine schwer & vier leicht verletzte Personen

Frontal-Crash: Auto geriet auf Gegenfahrbahn Weitere einröhrige Tunnel nach Unfällen gesperrt

Bei einem Frontalzusammenstoß im Tauerntunnel ist am Sonntag gegen 11.30 Uhr ein Autolenker ums Leben gekommen. Fünf weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Der einröhrige Tunnel musste für die Zeit der Rettungs- und Aufräumarbeiten fast drei Stunden gesperrt werden. Staus in beide Fahrtrichtungen waren die Folge.

Bei dem Unfallopfer handelt es sich um einen 38-jährigen Mann aus Wals. Er war um 11.08 Uhr aus noch unbekannter Ursache im Tauerntunnel auf die Gegenfahrbahn geraten und gegen das Auto einer 59-jährigen Hausfrau aus Steyr (Oberösterreich) geprallt. Danach kam es mit einem weiteren Wagen zur Kollision: Das Fahrzeug wurde von einem 34-jährigen Maschinisten aus St. Michael im Lungau gelenkt.

Der Angestellte aus Wals wurde aus dem Wagen geschleudert. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Beim Zusammenprall mit dem Auto der Oberösterreicherin wurde eine Person im Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt, ein weiterer Fahrzeuginsasse erlitt ebenfalls Verletzungen. Im Fahrzeug des Lungauers wurden drei Personen leicht verletzt.

Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion des Unfallopfers an und beschlagnahmte die Fahrzeuge. Ein Sachverständiger soll den genauen Unfallhergang klären.

Auch im Pfänder- und Roppener Tunnel hatte es am Sonntagvormittag vorübergehende Sperren gegeben. Im Pfändertunnel auf der Rheintalautobahn (A14) bei Bregenz hatte sich Pkw überschlagen, der Lenker wurde schwer verletzt. Auf der Inntalautobahn (A12) zwischen Imst und dem Ötztal war eine Autopanne, die für eine starke Rauchentwicklung sorgte, Grund für eine vorübergehende Sperre.

"Die drei betroffenen Tunnel gehören laut einer Studie zu den gefährlichsten und unfallträchtigsten Strecken in Österreich", sagte ein ÖAMTC-Mitarbeiter. Dass es in allen drei Tunneln innerhalb von vier Stunden zu Sperren gekommen sei, bezeichnete er als höchst ungewöhnliche Situation. Am Sonntag habe es allgemein eine Häufung von Verkehrsunfällen gegeben. Das sei unter anderem auf das Wetter zurückzuführen: "Beim Übergang von kalten zu warmen Temperaturen leidet bei manchen Verkehrsteilnehmern die Konzentration", so der ÖAMTC.

(apa/red)