Verherrende Dacheinstürze der letzten Jahre

Letztes Unglück erst am 2. Jänner in Deutschland

Beim Einsturz großer Dächer sind in den vergangenen Jahren immer wieder Menschen gestorben. Oft wurden Baufehler oder mangelnde Wartung als Unglücksursache ausgemacht.

2. Jänner 2006: In der bayerischen Stadt Bad Reichenhall bricht das schneebedeckte Dach der Eissporthalle ein. 15 Menschen kommen ums Leben. Mit einem Gutachten zur genauen Unglücksursache wird nicht vor Anfang April gerechnet.

4. Dezember 2005: In einer Schwimmhalle in der nordrussischen Stadt Tschussowoi am Ural stürzt das Betondach ein. Mindestens 18 Badegäste, darunter zehn Kinder, sterben. Nach Angaben von Medien waren Baumängel seit langem bekannt.

14. Februar 2004: Die Betondecke einer Moskauer Schwimmhalle bricht ein und erschlägt mindestens 28 Menschen, darunter sieben Kinder. Ursache für das Unglück in dem zwei Jahre alten Aquapark sind Konstruktionsfehler sowie die Verwendung billiger Materialien.

3. Mai 1999: In einem katholischen Gemeindezentrum in Duisburg-Homberg kommen vier Menschen ums Leben, als eine etwa 150 Quadratmeter große Dachfläche einstürzt. Sieben Personen werden verletzt. Handwerker hatten auf dem Flachdach des Hauses 20 Tonnen Kies zwischengelagert.

5. Februar 1997/26. Juni 1998: Die Kuppel einer unterirdischen Sporthalle in der schleswig-holsteinischen Gemeinde Halstenbek stürzt während des Baus ein und kurz nach dem Wiederaufbau noch einmal. Menschen werden hier jedoch nicht verletzt. Die Gemeinde beschließt, die Ruine nicht wieder aufzubauen.
(apa)