VCÖ halt 'City-Maut' für Österreich sinnvoll:
Entlastung des Spitzenverkehrs prophezeit

30 Prozent weniger Fahrzeit auf Stadteinfahrten <b>UMFRAGE:</b> Würden Sie für Stadtfahrten zahlen?

VCÖ halt 'City-Maut' für Österreich sinnvoll:
Entlastung des Spitzenverkehrs prophezeit

Stockholms Autofahrer sind seit Dienstag nicht mehr gratis in der City der schwedischen Hauptstadt unterwegs. Befahren sie werktags die Innenstadt, müssen sie umgerechnet zwischen ein und zwei Euro Maut zahlen. Der "Verkehrsclub Österreich" (VCÖ) hält eine solche Gebühr auch in heimischen Ballungszentren für sinnvoll. So könnte auf Wiener Stadteinfahrten bis zu 30 Prozent Zeit gespart werden, hieß es in einer Aussendung am Dienstag.

In Stockholm werden täglich mehr als eine halbe Million Pkw und Lkw gezählt. In Wien gibt es laut VCÖ ("Verkehrsclub Österreich") an einem Werktag rund 1,7 Millionen Autofahrten, in Graz 585.000 und in Innsbruck 252.000. Mittlerweile sei die Anzahl der Pendler in Österreich auf mehr als 1,9 Millionen gestiegen. "Immer mehr davon sind mit dem Auto unterwegs", sagte Wolfgang Rauh vom VCÖ. Die Überlegung zur Einführung einer City-Maut in Österreich liegt daher nahe.

Staukosten-Senkung und Verkehrsentlastung
Mit einem Mautring um Wien und rund um den Gürtel würden sich die Fahrtzeiten in der Stadt und auf den Zufahrten im Spitzenverkehr um rund 30 Prozent verringern, so der VCÖ. Mit einer City-Maut würde ein durchschnittlicher Pendler täglich 20 Minuten sparen, so der Experte. Eine Studie habe gezeigt, dass allein in Wien die jährlichen Staukosten rund 980 Millionen Euro betragen. Die Innenstadt-Gebühr in London habe laut VCÖ für rund 18 Prozent weniger Verkehr gesorgt. In der norwegischen Stadt Trondheim besteht seit dem Jahr 1991 ein Mautring um die Stadt. Dort würden seither um zehn Prozent weniger Autos fahren. Um 20 bis 24 Prozent sei der Verkehr in der Mautzone in Singapur zurückgegangen. (APA/red)