"USA muss die Tyrannei der Welt beenden": Bush steuert auf Konfrontationskurs mit Iran

Scharfe Kritik am Nuklear-Programm Ahmadinejads. Kein Abzug: Irak-Krieg bis zum erfolgreichen Ende.<br>PLUS: Iran arbeitet intensiv an Urananreicherung!

Die USA müssen nach Ansicht ihres Präsidenten im Interesse der nationalen Sicherheit und des Weltfriedens die globale Führungsmacht bleiben. "Unsere Nation ist dem historischen, langfristigen Ziel verpflichtet, die Tyrannei in der Welt zu beenden", sagte Bush in seiner "Rede zur Lage der Nation" vor dem Kongress in Washington. Die iranische Führung griff der US-Präsident mit scharfen Worten an.

Eine kleine religiöse Elite habe ein ganzes Volk als Geisel genommen und unterdrücke es, sagte Bush. Außerdem widersetze sich Teheran mit seinen nuklearen Ambitionen der ganzen Welt. "Die iranische Regierung lehnt sich mit ihren nuklearen Bestrebungen gegen die Welt auf, und die Nationen der Welt dürfen nicht erlauben, dass das iranische Regime Atomwaffen bekommt."

Bush brandmarkte in seiner Rede mehrere Länder, in denen die Freiheit unterdrückt werde. Neben dem Iran nannte er Syrien, Birma, Simbabwe und Nordkorea. Seinen vor vier Jahren geprägten Begriff von der "Achse des Bösen" benutzte er in seiner diesjährigen Rede nicht.

Zum Thema Irak betonte der US-Präsident unter großem Beifall der Senatoren und Abgeordneten, dass der Krieg bis zu einem Erfolg fortgesetzt werden müsse. Trotz aller Gewalt und Terror könne es keinen sofortigen Truppenabzug geben. Die bei der palästinensischen Wahl siegreiche Hamas forderte Bush auf, Israel anzuerkennen und sich für den Frieden einzusetzen.

Bush kündigte auch eine Technologie-Initiative an, um die Abhängigkeit von Erdölimporten aus dem Nahen Osten zu verringern. Ziel sei es, innerhalb von 20 Jahren rund drei Viertel aller Energieimporte aus dieser Region zu ersetzen. Dafür werde mehr Geld in alternative Energien wie Sonne und Wind sowie Biotreibstoffe, Atomenergie und umweltfreundliche Kohlekraftwerke investiert.

(apa/red)