US-Wahlen Romney von

Mehr Härte in der Außenpolitik

Republikaner fordert vor seiner Europareise wieder mehr US-Einfluss in der Welt

US-Wahlen Romney - Mehr Härte in der Außenpolitik © Bild: EPA/Cavanaugh

Mitt Romney will den Führungsanspruch der USA in der Welt erneuern. Zugleich übt der republikanische Präsidentschaftskandidat massive Kritik an der Außenpolitik Barack Obamas, die er für den Niedergang des globalen Einflusses der USA verantwortlich macht. In einer außenpolitischen Grundsatzrede brandmarkte Romney am Dienstag vor allem Obamas Politik gegenüber Israel. Er sprach von einer "schäbigen Behandlung eines unserer besten Freunde".

Romney, der sich bisher im Wahlkampf vor allem wirtschaftspolitisch zu profilieren suchte, wollte sich mit der Rede vor Veteranen in Reno (Nevada) als Staatsmann präsentieren. Unmittelbar danach wollte er zu einem Besuch in Großbritannien, Israel und Polen aufbrechen, um sein internationales Profil zu schärfen.

"Amerikanisches Jahrhundert"
"Dieses Jahrhundert muss ein amerikanisches Jahrhundert sein", rief Romney den Veteranen zu. Ob gegenüber dem Iran, Russland oder China - Romney mahnte mehr Härte an. Obama habe mit seiner Nachgiebigkeit zu einem Niedergang des Einflusses Amerikas in der Welt geführt. Scharf kritisierte Romney auch die Sparmaßnahmen bei den US-Streitkräften. Sie würden die nationale Sicherheit gefährden.

"Amerikanische Führerschaft"
"Es ist ein Irrtum - und manchmal ein tragischer Irrtum - zu denken, dass Standhaftigkeit in der amerikanischen Außenpolitik nur zu Spannungen in der Welt führen kann", rief Romney unter tosendem Beifall. "Ich werde die amerikanische Führerschaft in der Welt nicht aufgeben", sagte Romney weiter. Allerdings kündigte er keine konkreten Schritte an, die der bisherigen Politik widersprechen würden. Er kritisierte zwar chinesische Handelshemmnisse für US-Waren sowie Pekings Wechselkurse, doch das ist auch die Linie Obamas.

Im Streit um das iranische Atomprogramm forderte Romney einen vollständigen Stopp der Urananreicherung. Er werde "jedes notwendige Mittel einsetzen", um zu verhindern, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen kommt. Aber auch Obama betont immer wieder, dass er sich alle Optionen offenhalte.

Obama: Taten, nicht nur Worte
Obama hatte bereits zuvor, ebenfalls vor Veteranen, seine außenpolitische Bilanz verteidigt. Seine Versprechen vor dem Amtsantritt habe er gehalten, etwa den Krieg im Irak zu beenden, den Abzug aus Afghanistan in die Wege zu leiten und das Terrornetzwerk Al-Kaida in die Knie zu zwingen. "Ihr habt nicht nur meine Worte, Ihr habt auch meine Taten", sagte er. Anfang Mai 2011 spürten US-Elitesoldaten den Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden in Pakistan auf und töteten ihn.

Romney punktet mit vermeintlicher Wirtschaftskompetenz
Währenddessen hinkt der Präsident seinem Herausforderer beim vermutlich wahlentscheidenden Thema Wirtschaftskompetenz weiter hinterher. Einer Gallup-Umfrage zufolge trauen 63 Prozent der Befragten Romney wegen seiner Erfahrung in der Finanzbranche gute wirtschaftspolitische Entscheidungen zu. Folglich ist es Obamas Team nach wie vor nicht gelungen, genügend Anhänger für ihre Version von Romney als skrupellosem Geschäftsmann und Steuerflüchtling zu finden.

Kommentare

woizi melden

???? bei dem Typen dürften einige Schrauben locker sein...

wintersun melden

Re: ???? Absolut, aber es gibt ja genug Vollidioten die den wählen werden. Es lebe die Dummheit!

felsinderbrandung88 melden

Re: ???? Scheiß Lobbyist. Wer den Juden in den Arsch kriecht hat anscheinend guten Rückhalt in der Bevölkerung der Vereinigten Staaten. Dabei sind es die Juden, die mit unserem Geld spekulieren und die verhassten Banken anführen.

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