Könnten die Österreicher das US-amerikanische Staatsoberhaupt wählen, würde Amtsinhaber Barack Obama einen klaren Sieg davontragen. 86 Prozent der heimischen Staatsbürger würden Obama wählen, wie das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet. Nur vier Prozent würden für den republikanischen Herausforderer Mitt Romney stimmen. Zehn Prozent wollten sich zu dem Thema nicht äußern. Währenddessen wurde auch eine "relevante" Umfrage veröffentlicht, wonach Obama im Swing-State Ohio knapp vor Romney liegt.
In einer Umfrage vom September - vor den drei TV-Debatten zwischen Obama und Romney - sprachen sich 80 Prozent der Österreicher für den amtierenden US-Präsidenten aus. Fünf Prozent favorisierten Romney.
Hoffnung auf Sieg durch Ohio-Vorsprung
Weniger deutlich fiel eine Umfrage des TV-Senders CNN aus, die Obama aber dennoch Hoffnung auf einen Wahlsieg gibt. Denn nach dieser Umfrage liegt er im möglicherweise entscheidenden Swing-State Ohio hauchdünn vor seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Für Obama sprachen sich demnach 50 Prozent der Befragten aus, für Romney 46 Prozent. Der Mittel-West-Staat Ohio gehört zu den etwa zehn "Wechsel-Staaten", in denen traditionell sowohl Demokraten als auch Republikaner eine Chance haben. Bei 40 US-Staaten steht in aller Regel bereits vor dem Wahltag fest, welches Lager gewinnt.
Der Swing-State Ohio hat dabei eine besondere Bedeutung: Wer hier gewinnt, hat den Wahlsieg praktisch in der Tasche. Noch niemals in der Geschichte der USA zog ein Republikaner ins Weiße Haus ein, ohne Ohio für sich gewonnen zu haben. Der letzte demokratische Kandidat, der es ohne Ohio ins Präsidentenamt schaffte, war John F. Kennedy. Das war im Jahr 1960. Weitere wichtige Swing-States sind unter anderem Florida, Virginia und Wisconsin.
Zweideutige Werbebotschaft
Für Aufregung im US-Wahlkampf sorgt derzeit außerdem eine junge Schaupspielerin, genauer gesagt, "Girls"-Star Lena Dunham. Sie hat in einem zweideutigen Wahlwerbespot zugegeben, ihr "erstes Mal" mit Präsident Barack Obama gehabt zu haben. "Vorher war ich ein Mädchen - danach war ich eine Frau", sagte die 26-Jährige in dem am Freitag veröffentlichten Internetspot. Dabei sprach sie allerdings nicht von Sex, sondern von ihrer ersten Präsidentschaftswahl vor vier Jahren. Die Hauptdarstellerin der TV-Serie "Girls" forderte Erstwählerinnen auf, es ihr gleichzutun: "Du willst es mit einem Typen machen, der die Truppen aus dem Irak gebracht hat."
Die zweideutige Botschaft schlug bei der Netzgemeinde ein: Binnen weniger Stunden sahen sich 270.000 Menschen das Video auf der Internetplattform Youtube an. Bei Obama-Gegnern kam das vermeintlich intime Geständnis weniger gut an: "Ich weiß nicht, ob das funktioniert oder nach hinten losgeht. Es beleidigt Frauen", sagte der konservative Radio-Moderator Rush Limbaugh. Außerdem stelle es sie als "Sex-Maschinen" dar. Ein Blogger auf der Internetseite Breitbart nannte den Wahlspot "erstaunlich geschmacklos".
Kommentare
Die Amis sind halt schon noch klüger.
Wie übersetzt man "Weniger Steuern, weniger Budgetdefizit, mehr Militärausgaben"?
Laut Obama reicht dafür ein Wort "Bullshitter".