US-Hubschrauber im Irak abgestürzt: Alle 12 Insassen tot, Ursache wird untersucht

Schwerster Helikopter-Vorfall seit rund einem Jahr

Beim Absturz eines US-Hubschraubers im Irak sind alle zwölf Insassen ums Leben gekommen. Die Maschine vom Typ Black Hawk UH-60 stürzte in der Nacht zum Sonntag nahe der nördlichen Stadt Tal Afar ab, wie die US-Streitkräfte mitteilten. An Bord seien vier Besatzungsmitglieder und acht Passagiere gewesen. Es war der folgenreichste derartige Vorfall für die US-Armee in dem Golfstaat seit rund einem Jahr.

Wie es dazu kam, werde noch untersucht. Die Maschine war unterwegs zwischen zwei Militärstützpunkten, als die Kommunikation abbrach. Das Wrack des Hubschraubers wurde am Sonntag in einem dünn besiedelten Gebiet entdeckt. Im Jänner 2005 war ein US-Transporthubschrauber im Westirak nahe der jordanischen Grenze abgestürzt, wobei 31 Soldaten ums Leben kamen.

Bei mehreren Angriffen von Aufständischen wurden fünf amerikanische Marineinfanteristen getötet. Drei Soldaten seien am Sonntag in Falluja, 65 Kilometer westlich von Bagdad, erschossen worden, hieß es weiter. Zwei weitere wurden am Samstag bei Explosionen in den Ortschaften Karmah und Ferris getötet. Bei weiteren Anschlägen kamen mindestens vier Menschen ums Leben. In Bagdad fand die Polizei die Leichen von vier Frauen, die gefesselt und mit verbundenen Augen erschossen wurden.

(apa/red)