Heftige Unwetter haben am Sonntag in weiten Teilen Kärntens für Murenabgänge und kleinräumige Überflutungen gesorgt. In der Nacht auf Sonntag mussten die Straßen über den Wurzen- und den Loiblpass gesperrt werden, auch die Turracher Bundesstraße auf steirischer Seite war blockiert. Die Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun. Die Austrian Hydro Power erhöhte beim Draukraftwerk Lavamünd die Durchflussmengen, um Hochwasser zu verhindern.
Am Wurzenpass fuhr ein Auto aus Tschechien in der Nacht auf eine Mure auf, die vier Insassen blieben unverletzt, das Fahrzeug wurde von der Feuerwehr wieder flottgemacht. In Unterloibl in der Gemeinde Ferlach ging ein Auffangbecken neben der Loiblpass-Bundesstraße über und konnte kein Material mehr aufnehmen, die Straße wurde vorsorglich gesperrt, konnte aber in der Früh wieder freigegeben werden.
In der Gemeinde Gmünd (Bezirk Spittal/Drau) beschädigten Wasser und Schlamm zwei Wohnhäuser und ein Schwimmbad. Feuerwehrleute legten Entlastungsgräben an, um die Wassermassen abzuleiten. Im Gailtal bei Dellach verlegte Sonntag in der Früh eine Mure die Straße, am Samstagabend war in Hermagor ein Baum von Windböen entwurzelt worden, er fiel auf ein parkendes Auto, das schwer beschädigt wurde.
Murenabgänge wurden auch aus der Gemeinde Ebenthal bei Klagenfurt gemeldet, da die Regenfälle den ganzen Vormittag über anhielten, gab es zu Mittag noch Dutzende Feuerwehreinsätze. In Ferlach fielen binnen 24 Stunden fast 90 Liter Regen pro Quadratmeter, in Klagenfurt waren es knapp 70 Liter.


