zeitweiligen Sperre in beide Richtungen. In Oberösterreich kam es zu Überflutungen, am Wörthersee trieb ein Schiff führerlos im Sturm.
Zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden sind über dem Bereich zwischen Mooskirchen und Voitsberg-Köflach in der Weststeiermark am Freitagnachmittag heftige Gewitter niedergegangen. Dabei schlugen Blitze in ein Umspannwerk ein, was zu Stromausfällen in mehreren Tunnels der Südautobahn (A2) führte. Die Tunnel im Bereich der Pack und der Kalcherkogeltunnel an der Landesgrenze zwischen Kärnten und der Steiermark mussten gesperrt werden, die Reparaturarbeiten sollten bis zum frühen Abend abgeschlossen sein. In einigen Bereichen in der Weststeiermark wurden zudem wieder Keller überflutet, Hagel richtete Sachschaden an.
Überflutungen
In Oberösterreich waren besonders die Stadt und Bezirk Freistadt sowie Weyer (Bezirk Steyr-Land) betoffen, hieß es aus der Landeswarnzentrale. Gegen 18.00 Uhr waren etwa 40 Feuerwehren an rund 70 Stellen beschäftigt. Großteils Vermurungen, überflutete Keller und Straßen sowie ein Brand hielten die Einsatzkräfte auf Trab.
Waldviertel: Orkanartige Sturmböen
Eine massive Unwetterfront ist auch im Waldviertel über den Bezirk Gmünd gezogen. Die Feuerwehr berichtete von orkanartigen Sturmböen, Hagel und Starkregen. Dutzende Bäume wurden umgerissen und stürzten auf Straßen, Stromleitungen oder Häuser. 20 Feuerwehren standen im Einsatz. In Eisgarn deckte der Wind drei Häuser ab, weitere Dächer wurden beschädigt
Blitz schlug in Wien ein - 10 Menschen ins Spital geliefert
Im Wiener Prater schlug ein Blitz in einen Baum auf der Jesuitenwiese ein, unter dem Menschen von dem danebenliegenden Spielplatz Schutz vor dem Gewitter gesucht hatte. Eine 44-Jährige erwischte es laut Wiener Rettung am schlimmsten, sie erlitt Herzrhythmusstörungen. Sie wurde ebenso wie weitere neun Erwachsene und sechs Kinder ins Spital eingeliefert.
Wörtherseeschiff trieb führerlos auf dem Wasser
Sturm sorgte auch in Südösterreich für einen spektakulären Zwischenfall. Ein Passagierschiff namens "Lorelei" trieb am Nachmittag führerlos über den Wörthersee in Kärnten. Böen mit Spitzen bis zu 80 Kilometer pro Stunde hatten das Tau, mit dem das Schiff fixiert war, abgerissen. Das Schiff trieb in Richtung Seebühne (Klagenfurt). Dort touchierte es einen Bootssteg. Drei Männern gelang es, das Passagierschiff mit einem Privatboot zurück zur Anlegestelle zu schleppen. Schiff und Steg wurden beschädigt.
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