Unwetter in Japan von

Zahlreiche Tote nach Überflutung

Über 5.000 Menschen von Außenwelt abgeschnitten - Helikopter versorgen Bevölkerung

  • Bild 1 von 7 © Bild: REUTERS/Kyodo

    Heftige Regenfälle haben in Japan zu schweren Überschwemmungen geführt.

Wegen der seit Tagen anhaltenden heftigen Regenfälle sind in Japan derzeit mehr als 5.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Nach Angaben der Behörden kamen auf der südlichen Insel Kyushu durch Überschwemmungen und Erdrutsche mindestens 25 Menschen ums Leben, acht weitere werden noch vermisst. Am Samstag waren rund 400.000 Bewohner der Insel aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen.

Die abgeschnittene Bevölkerung werde per Helikopter mit Notrationen versorgt, teilte eine Sprecherin der Stadt Yame in der Präfektur Fukuoka im Norden der Insel mit. Noch sei unklar, wann der Zugang zu den betroffenen Gebieten wieder frei sei. Etwa 5.440 Menschen waren demnach von der Außenwelt abgeschnitten worden, nachdem Zufahrtsstraßen durch Erdrutsche und umgestürzte Bäume blockiert worden waren. Alte und kranke Menschen wurden ausgeflogen.

Helikopter liefern Notrationen
Das Fernsehen zeigte, wie Soldaten Wasser, Nahrung und Medizin in Militärhubschraubern in die Gebirgsregion brachten. 3.600 Menschen mussten nach Angaben des Fernsehsenders NHK am Sonntag ihre Häuser verlassen, weil diese überflutet wurden. Am Samstag hatten die Behörden rund 400.000 Menschen aufgefordert, in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen Zuflucht zu suchen - dieser Aufruf wurde inzwischen wieder aufgehoben.

Im Fernsehen war zu sehen, wie Rettungskräfte mit schwerem Gerät die Straßen von Bäumen, Schutt und Felsbrocken räumten, während Bewohner Schlamm aus ihren Häusern schaufelten. Nach offiziellen Angaben kamen bisher durch Erdrutsche und Überschwemmungen mindestens 24 Menschen ums Leben. Am schlimmsten betroffen war das Gebiet um den Vulkan Aso in der Präfektur Kumamoto, südöstlich von Yame. Dort seien 18 Menschen getötet worden, vier weitere würden vermisst.

Die Welt