Die Unglück bei einem Mittelalterfest in Pöchlarn (Bezirk) Melk in Niederösterreich, wo es ein Todesopfer und zwölf Verletzte gab, als Äste eines alten Baumes Besucher unter sich begruben. Am Sonntag waren 36 Benutzer eine Gondelbahn am Kreischberg im Bezirk Murau in der Weststeiermark gefangen, nachdem das Seil der Bahn entgleist war. Die Betroffenen wurden geborgen.
Schwere Unwetter haben Passagieren der Kreischbergbahn bange Minuten beschert: Ein Baum war auf die Anlage gestürzt und hatte ein Seil aus der Führung springen lassen. Erst nach etwa eindreiviertel Stunden, als das Unwetter nachgelassen hatte, gelang konnte nach notdürftiger Reparatur die Tal- bzw. Bergstation angefahren werden. Sämtliche Passagiere blieben unverletzt und wurden vom Roten Kreuz erstversorgt.
Begonnen hatte es Samstagnachmittag, als in der Weststeiermark - im Raum Schöder-Krakaudorf - im Umfeld heftiger Gewitter - ein Augenzeuge von einem Segelflieger-Absturz berichtet hatte. Das stellte sich allerdings als Fehlinformation heraus. In der Region wurden Bäume entwurzelt und Straßen vorübergehend blockiert.
Massive Schäden in Oberösterreich
Massive, aber keine katastrophalen Schäden gab es Samstagabend in Oberösterreich in gleich mehreren Bezirken. Insgesamt gab es für die Feuerwehren rund 250 Alarmierungen. Rund 2.500 Mann standen im Einsatz. Keller wurden überflutet, Stromleitungen durch umgestürzte Bäume gekappt, sogar das Dach des Landesfeuerwehrkommandos in Linz wurde abgedeckt. Es entstanden auch einige Brände. Vor allem betroffen waren die Bezirke Eferding, Wels-Land, Gmunden, Linz-Land, Urfahr-Umgebung, Freistadt, Perg, Steyr-Land und Kirchdorf. Am Sonntag erlitt in Gramastetten (Bezirk Urfahr-Umgebung) ein 30-jähriger Kletterer schwere Verletzungen. Er wurde von einem Baum getroffen, der von einer Windböe erfasst und auf den Kletterfelsen geworfen wurde. Der Sportler musste mit Hilfe eines Seils gerettet werden.
Muranebgänge in Tirol
Die zum Teil heftigen Gewitter am Samstag sorgten auch in Tirol für Schäden. Mehrere kleinere Murenabgänge und umgestürzte Bäume verursachten Behinderungen. Laut Polizei musste etwa die Brennerstraße (B182) vorübergehend wegen Vermurungen, und weil ein Bach überzugehen drohte, gesperrt werden. In Fulpmes im Stubaital (Bezirk Innsbruck-Land) wurde in einem Freizeitpark durch einen Blitzschlag Schäden angerichtet.
Sturmschäden in Niederösterreich
Die Situation in Niederösterreich - abgesehen von dem Unglück in Pöchlarn: Heftige Unwetter "beschäftigten" Samstagabend 204 Feuerwehren mit 3.137 Mitgliedern. In den Bezirken Horn, Melk, Gmünd, Zwettl, Krems und St. Pölten mussten knapp 400 Einsätze bewältigt werden. Es galt vor allem, Sturmschäden zu beseitigen. Besondern schlimm war die Lage in den Bezirken Krems und Melk, wo Dutzende umgestürzte Bäume bzw. abgerissene Äste von Dächern, Fahrzeugen und Straßen entfernt werden mussten.
Vorsichtige Entwarnung für St. Lorenzen
Vorsichtige Entwarnung gibt es in der Region um das obersteirische St. Lorenzen. Noch am Samstag hatte es dort vorsorgliche Evakuierungen infolge heranziehender Gewitter gegeben. Die Gegend war am vergangenen Wochenende durch Muren verwüstet worden. Zwar gab es dort Sonntagmittag Gewitter, sie waren aber nicht so stark, dass weiterhin Alarm bestand.
Alarm aus der Weststeiermark
Dafür kam Sonntag am frühen Nachmittag vorübergehend Alarm aus der Weststeiermark. Schwere Unwetter verursachten dort im Bezirk Murau schwere Schäden. Am Kreischberg stürzte ein Baum auf die Gondelbahnanlage und brachte ein Seil zum Entgleisen. Rund 50 Fahrgäste mussten in den Gondeln ausharren, bis mittels Notantrieb bzw. Seil die Bergung erfolgen konnte. Verletzt wurde niemand, wie es vom Bahnbetreiber hieß.


