UNO-Kosovo-Verhandler bei Heinz Fischer: Präsident empfing Ahtisaari und Rohan

Finne hofft auf Verhandlungsstart am 25. 1. in Wien

Der UNO-Beauftragte für die Verhandlungen über den künftigen Status der UNO-verwalteten südserbischen Provinz Kosovo, Martti Ahtisaari, hofft auf einen Beginn der direkten Gespräche am 25. Jänner in Wien. Bei den Verhandlungen zwischen serbischen und kosovo-albanischen Vertretern solle es um die Dezentralisierung der Kosovo-Verwaltung gehen.

Auch die Frage der Minderheiten und des Schutzes von Kulturgütern sollen behandelt werden, erläuterte das ehemalige finnische Staatsoberhaupt nach einem Treffen mit Bundespräsident Heinz Fischer in Wien.

Ahtisaari betonte vor Journalisten weiters, dass er sich sicher sei, dass die Delegationen Ende Jänner nach Wien reisen. Aber: "Schauen wir mal, wer wirklich kommt." Über die Zusammensetzung der Delegationen habe er noch "keine endgültige Bestätigung". Wien sei jedenfalls "ein guter Ort" für die Verhandlungen. Wien sei jener Ort, der vom Balkan aus am leichtesten zu erreichen sei.

Ahtisaari war nach eigenen Angaben zu Fischer "gekommen, um ihm Respekt zu zollen" und ihm für seine Hilfe sowie Unterstützung zu danken. Auch Ahtisaaris Stellvertreter, der frühere Generalsekretär im österreichischen Außenministerium, Albert Rohan, war bei dem Treffen dabei. Vor den Verhandlungen in der letzten Jänner-Woche werde es noch einige solcher informellen Treffen geben, sagte Ahtisaari. Im Februar reise er wieder in die Region.

Auf die UNO-Vermittler wartet bei den Verhandlungen über den künftigen Status der seit 1999 von der UNO verwalteten Provinz Kosovo eine äußerst brisante Aufgabe: Pristina drängt vehement in die Unabhängigkeit und schließt jegliche andere Option aus. Belgrad lehnt eine Unabhängigkeit der Provinz ebenso vehement ab und zeigt sich bereit, höchstens eine weit gehende Autonomie unter Wahrung der staatlichen Souveränität Serbiens zu gewähren. (apa)