Universitäten-Ranking von

Austro-Unis ohne Chance

Im internationalen Vergleich landen Uni Wien & Co. nur auf den hinteren Plätzen

Universitäten-Ranking - Austro-Unis ohne Chance © Bild: APA

Die österreichischen Universitäten sind beim "Shanghai Academic Ranking of World Universities" wie schon in den vergangenen Jahren nur auf den hinteren Plätzen gelandet. Insgesamt sind sieben heimische Unis in der Rangliste der 500 besten Unis vertreten, deren Schwerpunkt auf Forschung in Technik und Naturwissenschaften liegt.

Wissenschaftsminister Töchterle forderte indes erneut mehr private Mittel für die Universitäten - darunter fallen auch Studiengebühren - sowie Zugangsregeln für stark nachgefragte Studien. "Jene Unis, die an der Spitze liegen, haben eines gemeinsam: Sie bieten Lehrenden und Studierenden die bestmöglichen Rahmenbedingungen in Lehre und Forschung", meinte er.

US-Unis auf vorderen Plätzen
Der Minister betonte, dass die diversen Hochschul-Rankings "differenziert und entsprechend der jeweiligen Schwerpunkte" betrachten werden müssten. Das Ziel müsse dennoch sein, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern. Am besten abgeschnitten hat wie schon in der Vergangenheit die Uni Wien (auf den Rängen 151-200). Die Spitzenplätze sind unverändert fest in Händen von US-Universitäten: Platz eins geht an Harvard, gefolgt von Stanford und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Keine Chance auf Top-Plätze
Am besten konnten nach der Uni Wien die Medizinische Uni Wien und die Uni Innsbruck abschneiden, die wie im Vorjahr auf den Rängen 201-300 gelandet sind (ab Platz 101 wird in 50er-, ab Platz 201 in 100er-Gruppen eingeteilt). Die im Vorjahr dort noch eingereihte Uni Graz und die Medizin-Uni Innsbruck sind eine Kategorie abgestürzt und finden sich nun gemeinsam mit der Technischen Uni Wien und der Medizin-Uni Graz in der Gruppe der Plätze 401-500.

In den Top Ten finden sich wie schon in den vergangenen Jahren fast ausschließlich US-Unis, Ausnahmen sind die beiden britischen Hochschulen Cambrigde (Rang fünf) und Oxford (Rang zehn). Beste Uni in Kontinentaleuropa ist die ETH Zürich (Rang 23), sie ist auch die einzige deutschsprachige Hochschule in den Top 50.

Für ÖH "versteckte Privatisierung"
Die Österreichische HochschülerInnenschaft hat Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle nun vorgeworfen, "eine versteckte Privatisierung der österreichischen Hochschullandschaft" anzustreben. Anstatt Reformen für die Verbesserung des Hochschulsektors selbst anzugehen, fordert er mehr private Mittel, Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen, kritisierte die ÖH in einer Aussendung. Die Studentenvertreter meinten zudem, dass Hochschulrankings kein geeignetes Mittel seien, um die Qualität von Hochschulen festzustellen.

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