Fakten von

Uni: Jeder Dritte muss schon
jetzt durch Aufnahmeverfahren

20 Prozent aller Hochschulstudenten besuchen Einrichtung mit Zugangsbeschränkung

Der von Bundeskanzler Christian Kern angekündigte "Plan A" sieht eine generelle Studienplatzfinanzierung samt Zugangsbeschränkungen für die Unis vor, Studentenvertreter warnen deshalb vor dem Ende des freien Hochschulzugangs. Laut Zahlen des Wissenschaftsministerium ist der für einen guten Teil der Uni-Studenten schon jetzt Geschichte: Jeder Dritte muss bereits durch ein Aufnahmeverfahren.

Allein die Zugangsbeschränkungen in den stark nachgefragten Studienfeldern (Architektur, Biologie, Informatik, Pharmazie, Wirtschaftswissenschaften, in denen seit 2013/14 die Studienplatzfinanzierung erprobt wird, sowie im seit 2005/06 zugangsbeschränkten Fach Publizistik) betreffen 23 Prozent der Studienanfänger in allen Bachelor- und Diplomstudien an den Unis. Aufnahmeprüfungen finden hier nur statt, wenn es mehr Anmeldungen als Studienplätze gibt. 2016/17 mussten Interessenten in 26 der 40 betroffenen Einzelstudien zum Test antreten.

Berücksichtigt man noch die anderen Studien mit Aufnahmeverfahren (für die deutschen Numerus-Clausus-Fächer Medizin, Veterinärmedizin, Psychologie; Lehramtsstudien; Master- und Doktoratsstudien) sowie die Studien an den Kunstuniversitäten bzw. Sport, wo traditionell die künstlerische bzw. körperliche Eignung überprüft wird, sind 33,8 Prozent aller Studienanfänger von einer Art Zugangsregelung betroffen.

Betrachtet man alle Hochschulen, besuchen rund 20 Prozent aller Studenten in Österreich eine Einrichtung, wo generell Zugangsbeschränkungen existieren, also Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen, Privatunis, Kunstuniversitäten.

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