Unfallgefahr von

Vorsicht bei Kolonnenverkehr

Erhöhtes Unfallrisiko bei Staus durch Auffahrunfälle - auf Abstand und Tempo achten

Unfallgefahr - Vorsicht bei Kolonnenverkehr © Bild: ÖAMTC

Verkehrstaus in den Sommermonaten sind so sicher wie das Amen im Gebet: Neben Zeitverlust und Ärger bringt das Fahren im Kolonnenverkehr aber auch ein erhöhtes Unfallrisiko. Die größten Gefahren drohen beim Spurwechsel sowie beim Auffahren auf eine stehende Kolonne.

"Wenn ein Lenker stehende Fahrzeuge zu spät wahrnimmt, kommt es immer wieder zu gefährlichen Auffahrunfällen", erklärt Roland Frisch, ÖAMTC-Chefinstruktor. Typische Gefahrenstellen für Staus und Auffahrunfälle sind Fahrbahnverengungen, unübersichtliche Straßenabschnitte nach Kurven oder Kuppen sowie Beginn und Ende von Baustellenbereichen.

Das Unfall- und Verletzungsrisiko steigt mit der Geschwindigkeit. Auf Autobahnen zum Beispiel passieren Auffahrunfälle mit größerem Resttempo. Das kann dramatische Auswirkungen haben. Im vergangenen Jahr passierten in Österreich 805 Auffahrunfälle auf Autobahnen und Schnellstraßen. Dabei wurden 1.346 Personen verletzt, 14 getötet.

Mindestabstand von zwei Sekunden
Um gefährliche Situationen zu vermeiden, sind Konzentration und eine berechenbare, defensive Fahrweise unerlässlich. Wer prinzipiell den Fahrstreifen beibehält, bei einem notwendigen Wechsel den Blinker benutzt und andere einordnen lässt, ist stressfreier und sicherer unterwegs. Das Um und Auf für eine sichere Fahrt sind die richtige Geschwindigkeit und der passende Abstand. Der Abstand zum vorderen Fahrzeug sollte mindestens zwei Sekunden betragen. In Metern entspricht das etwa dem halben Tachowert.

Notbremsung
Kommt es zu einer brenzligen Situation, dann bleibt nur mehr wenig Zeit zu reagieren. Viele Autolenker wissen nicht, wie eine Notbremsung wirklich funktioniert und steigen anfangs zu zögerlich auf die Bremse. "Bei hohen Geschwindigkeiten wird der Bremsweg oft unterschätzt. Man sollte schon dann kraftvoll bremsen, wenn es kritisch werden könnte", so der Experte"Der Druck gehört während des gesamten Bremsvorgangs gehalten und sogar erhöht."

Warnblinkanlage
Die eingeschaltete Warnblinkanlage am Stauende warnt nachfolgende Autofahrer optisch – Auffahrunfälle können so vermieden werden. Die Warnblinkanlage sollte bereits aktiviert werden, wenn man sich dem Ende des Staus nähert. So kann der Nachfolgeverkehr rechtzeitig abbremsen.

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