Ultimatum offenbar abgelaufen: Schicksal deutscher Geiseln im Irak ist ungewiss

Außenminister und Präsident appellieren an Kidnapper Geiselnehmer drohten mit Enthauptung der Deutschen

Ultimatum offenbar abgelaufen: Schicksal deutscher Geiseln im Irak ist ungewiss

Nach dem mutmaßlichen Ablauf des von den Entführern gestellten Ultimatums ist das Schicksal der zwei deutschen Geiseln im Irak ungewiss. Es gebe nichts Neues, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte sich am Freitag in einer Fernsehbotschaft im arabischen Sender Al-Jazeera eindringlich für die Freilassung der Verschleppten eingesetzt. Er wies auch darauf hin, dass die Bundesregierung immer noch keinen direkten Kontakt zu den Entführern habe.

Auch Bundespräsident Horst Köhler und die Spitzenverbände der Wirtschaft appellierten, die Ingenieure Thomas Nitzschke und René Bräunlich aus Sachsen freizulassen.

Die beiden Deutschen waren am Dienstag voriger Woche verschleppt worden. In einem Video hatten die Geiselnehmer später ein Ultimatum gestellt und mit der Ermordung der Ingenieure gedroht, falls nicht politische Forderungen binnen 72 Stunden erfüllt würden. Die deutsche Regierung wollte nicht darüber spekulieren, wann die Frist begonnen habe und ablaufen könnte. Vom Zeitpunkt der Ausstrahlung an gerechnet ging sie am Freitagabend zu Ende. Die Geiselnehmer verlangen, dass die Bundesrepublik Deutschland alle Kontakte zum Irak abbricht und ihre Botschaft in Bagdad schließt. (apa/red)