Überschwemmung: Heftige Regenfälle fordern in Südafrika erste Menschenleben

Starke Niederschläge nach langer Dürreperiode

Seit Tagen anhaltende heftige Niederschläge im südlichen Teil Afrikas haben nun auch in Südafrika erste Menschenleben gefordert. Rund 100 Kilometer südöstlich von Johannesburg wurde ein Autofahrer von einer überfluteten Brücke geschwemmt. Einer der drei Insassen kam nach Polizeiangaben vom Mittwoch in den Fluten ums Leben, die beiden anderen wurden von Umstehenden gerettet.

Auch in den Armenvierteln vor den Toren der Millionenmetropole Johannesburg begannen die Wasserpegel zu steigen. Im Township Diepsloot wurden Verschläge von den Wassermassen fortgeschwemmt. Eine Frau wird vermisst, seit sie mit ihrer Behausung von den Fluten weggeschwemmt wurde.

Die auf eine lang anhaltende Dürre folgenden sintflutartigen Regenfälle haben auch in den Staaten Malawi, Mosambik, Sambia und Simbabwe zu anschwellenden Wasserständen von Flüssen und Bächen geführt. Allein in Mosambik und Malawi wird die Zahl der durch die Wetterkapriolen ums Leben gekommenen Menschen auf knapp zwei Dutzend geschätzt. Der Mangel an sauberem Trinkwasser sowie die von Mücken als Brutstätten genutzten Feuchtgebiete führten in einigen Staaten bereits zu Cholera- und Malariaausbrüchen.

(apa)